Fernsehhinweise
ausgewählt aus dem Misereor-Mediendienst
Montag, 11. Januar
05.00-05.45 Phoenix
Inselfieber: Salam Aleikum Sansibar
Ein Film von Thomas Seekamp, Jens Fintelmann, ZDF/2000
07.00-07.30 SWR
Schätze der Welt - Erbe der Menschheit: Afrikanische Inseln. Ile Saint-Louis und Lamu/ Senegal, Kenia
Was mag die Franzosen nur bewogen haben, 1659 einen Sandhaufen zu besiedeln, den die Stämme am Kap Vert in Westafrika immer gemieden haben. Ein Sandhaufen, der nichts Nützliches hergab, wie der Duc de Lauzun im 18. Jahrhundert trocken bemerkte. Keine Bäume, keine Kräuter, kein Gemüse. 92.000 Taler und wahrscheinlich ein paar Fässer Branntwein zahlten die Franzosen für das 300 mal 2.500 Meter schmale Handtuch in der Mündung des Senegal-Flusses. Ile Saint Louis wurde ihr Ankerplatz, ihre Bastion auf der Handelsroute Indien - Südamerika. Ein Handelskontor und ein Fort. Als Verteidigung ein Witz und als Wohnstatt bar jeglichen Komforts. Eine rein strategische Entscheidung der Franzosen im Kampf der europäischen Mächte um die Reichtümer des afrikanischen Hinterlands - Gold, Elfenbein, Gummi Arabicum. Lamu - eine Insel im indischen Ozean vor der afrikanischen Küste. Wer hier an Land geht, dem fallen zunächst keine Denkmäler, sondern die Menschen ins Auge. Die Swahili bewegen sich sicher und ohne Eile im planvollen Irrgarten der schmalen Gassen von Lamu. Die Stadt ha eine fest tausendjährige Geschichte. Schon im 8. Jahrhundert traten arabische Kaufleute mit den Küstenbewohnern in Handelsbeziehungen. So kam der Wohlstand nach Lamu - und der Islam.
14.45-15.30 3sat
Sarah Wiener in Marrakesch
Ein Film von Valerie Bauer und Stefan
Pannen
Mit Beginn der muslimischen Fastenzeit reist die Berliner Fernsehköchin Sarah
Wiener nach Marokko. Sie will den Fastenmonat Ramadan in Marrakesch erleben, der
alten Handelsstadt am Fuße des Atlasgebirges, Marokkos Touristenziel Nummer
eins. Der Ramadan gebietet anders als die christliche Fastenzeit Enthaltsamkeit
nur für die Zeit zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. In den Stunden
dazwischen darf hemmungslos geschlemmt werden. Zu keinem anderen Anlass wird in
muslimischen Ländern so viel gekocht, so viel gegessen und soviel Geld für
Nahrungsmittel ausgegeben wie im Ramadan. 30 Tage fasten heißt 30 Tage
Festessen.
Sarah Wiener absolviert einen Crash- und Intensivkurs in der Kultur und Küche des Orients. Die kulinarischen Köstlichkeiten zuzubereiten erfordert viel Geschick, Hingabe und Geduld. Es bleibt kaum Zeit, das zu tun, was auf dem Terminplan der traditionell lebenden marokkanischen Frau sonst noch steht: Haare färben, Hände und Füße kunstvoll mit Henna dekorieren, ins maurische Bad gehen, Moscheen und Heiligengräber aufsuchen und vieles mehr. Von einer Marokkanerin wird Sarah Wiener zur anderen gereicht. Sie ist im Haus einer Geschäftsfrau ebenso zu Gast wie in einer Armenküche, bei Intellektuellen und bei einer Familienfeier am 27. Tag des Ramadan, dem Tag, an dem der Überlieferung nach der Koran vom Himmel fiel. Ein Streifzug durch die arabische Küche, bei dem Sarah Wiener nicht nur orientalische Rezepte kennenlernt, sondern auch die Rituale des islamischen Glaubens.
15.30-16.00 MDR
Dem Himmel so nah: Äthiopiens steinerne Weltwunder
Ein Film von Birgit Virnich
Es war einmal ein christlicher König. Der hieß Lalibela und regierte um das Jahr
1250 das Hochland Äthiopiens. Im Traum erhielt er den göttlichen Auftrag, ein
"neues Jerusalem" zu schaffen, hoch oben auf dem Dach Afrikas. Tausende
Steinmetze meißelten daraufhin ein Weltwunder aus dem roten Basalt: elf
Felsenkirchen, die bis heute ein Wallfahrtsort für koptische Christen sind.
Besonders zum Timkat-Fest strömen Gläubige in Scharen nach Lalibela, das dann
eine besonders fromme Festung wird im zunehmend moslemisch geprägten Ostafrika.
Auch das noch ältere Aksum, Hort der sagenumwobenen Bundeslade, ist als heilige
Stätte der äthiopischen Kirche dem urchristlichen Himmel ganz nah.
Dienstag, 12. Januar
12.30-13.00 3sat
Der Löwenflüsterer von der Lippe. Vom Bäcker zum Millionär in Afrika
Ein Film von Klaus Kunde-Neimöth
Wolfgang Burre aus Detmold personifiziert die Traumgeschichte des
Bäckerlehrlings, der es in der Ferne zum Millionär gebracht hat. 1968 ist Burre
nach Südafrika ausgewandert und hat dort Karriere gemacht. Heute hat der
67-Jährige Haus und Büro in Johannesburg, betreibt ein privates Wildschutzgebiet
in Botswana und besitzt eine Farm im Krüger-Nationalpark in Südafrika. Nach mehr
als vier Jahrzehnten kennt er das Land am Kap wie seine Westentasche. 2010 wird
in Südafrika die nächste Fußball-Weltmeisterschaft ausgetragen, die erste WM auf
afrikanischem Boden. Burre freut sich auf das Ereignis, fürchtet aber
gleichzeitig um die Sicherheit der Fans aus aller Welt, denn Südafrika kann
gefährlich sein, mitunter lebensgefährlich. Das hat der Millionär aus Detmold am
eigenen Leib erfahren. Trotzdem liebt er das Land. Der Film von Klaus
Kunde-Neimöth erzählt die Geschichte des Bäckerlehrlings Wolfgang Burre aus
Detmold, der in Südafrika zum Millionär wurde. ARD/WDR
18.00-18.30 Phoenix
Afrikas Paradiese in Gefahr
Ein Film von Richard Klug, SWR/2008
18.30-19.15 Phoenix
Deutsche Kolonien (1/3): Vom Entdecker zum Eroberer
Ein Film von Gisela Graichen, Peter Prestel, ZDF/2005
Mittwoch 13. Januar
Ein Film von Ralf Gierkes und Klaus Kunde-Neimöth
Ein Film von Holger Preuße, SWR/2006
Einst waren sie die "stolzen Ritter der Wüste" und als Krieger und Sklavenjäger
gefürchtet. Sie waren der Inbegriff eines freien nomadischen Lebens. Heute sind
sie die Opfer von Dürrekatastrophen, politischer Diskriminierung und
Unterdrückung. Die Tuareg müssen nicht mehr unter extremen klimatischen
Bedingungen im "Bahr bela mar", dem "Meer ohne Wasser" überleben. Die meisten
von ihnen sind sesshaft geworden. Im Mittelpunkt des Films stehen die Schicksale
verschiedener Tuareg-Familien.
Ein Film von Elisabeth Weyer, HR/2006
Der Film folgt den Spuren der Jahrtausende alten Pharaonenkultur. Ihre
grandiosen Denkmäler reihen sich wie eine Perlenkette am Nil entlang auf. Seit
Jahrhunderten ist Luxor Hauptattraktion für Reisende und Archäologen aus aller
Welt. Hier konzentrieren sich die Hinterlassenschaften der Vergangenheit so
massiv wie an keinem anderen Ort Ägyptens. Am Westufer des Nils befindet sich
eine der größten Nekropolen der Welt mit monumentalen Totentempeln und reich
geschmückten Grabanlagen.
Donnerstag, 14. Januar
05.15-06.00 Phoenix
Abenteuer Ägypten - Mit Dietmar Ossenberg unterwegs: Gottkönige, Goldschätze und Grabräubern
06.00-06.45 Phoenix
Abenteuer Ägypten - Mit Dietmar Ossenberg unterwegs: Mumien, Metropolen und Minarette
09.45-10.30 Phoenix
Die Freiwilligen - Ein Jahr für die Welt (1/2)
Ein Film von Caroline Goldie, Andreas
Richter, WDR/2009
Schule, Ausbildung, Beruf - und dann? Raus in die Welt! Es gibt noch so viel zu
sehen und auszuprobieren, ehe die Tretmühle beginnt. Für zwölf Monate nach
Afrika, Asien oder Lateinamerika, um dort anzupacken, wo es notwendig ist. "Die
Freiwilligen" erzählt ihre Geschichte - eine Geschichte von Heimweh und
Abenteuerlust, von verlorenen Illusionen und gewonnenen Erfahrungen, vom
Erwachsenwerden in einer fremden, unbekannten Welt…
10.30-11.15 Phoenix
Die Freiwilligen - Ein Jahr für die Welt (2/2)
Ein Film von Caroline Goldie, Andreas
Richter, WDR/2009
Im Mittelpunkt stehen Ibrahim aus Wuppertal, Paula aus Magdeburg und Lily aus
Salzkotten bei Paderborn. Sie landen in einer Welt, auf die sie ihr bisheriges
Leben in der "ersten Welt" nicht vorbereitet hat. Gestern schmierte ihnen die
Mutter noch die Pausenbrote, heute sind sie in einem Land der Dritten Welt, auf
sich alleine gestellt. Für die Freiwilligen wird es ein Jahr der Bewährungen. Es
gibt Momente der Verzweiflung, in denen die Probleme sie überwältigen. Aber es
gibt auch Momente großen Glücks, wenn sie sich sicher sind, zur richtigen Zeit
am richtigen Ort zu sein.
11.00-11.45 Br-Alpha
Im Bann der Pferde - Marokko
11.15-12.00 Phoenix
Die teuerste Ampel der Welt. Dunkle Geschäfte mit der Entwicklungshilfe
Ein Film von Ghafoor Zamani, WDR/2009
Entwicklungshilfe ist längst zu einem der härtesten Geschäfte weltweit geworden.
Geberländer, staatliche und nichtstaatliche Hilfsorganisationen ringen um ihren
Anteil und grasen die ärmsten Länder regelrecht nach lukrativen Aufträgen ab.
Ghafoor Zamani dokumentiert in seinem Film, wie die Entwicklungspolitik nicht
die Entwicklung fördert, sondern in Wahrheit Abhängigkeiten schafft.
12.00-12.45 WDR
Südafrika - Naturschutz am Kap
Ein Film von Jochen Frank
14.15-15.00 WDR
Die Tierärzte vom Kilimanjaro (2/3): Die Reise in die Serengeti
Freitag, 15. Januar
11.00-11.15 RBB
Schätze der Welt - Erbe der Menschheit: Lalibela - Äthiopien. Jerusalem am Horn von Afrika
Engel sollen am Bau beteiligt gewesen sein, weil keiner sich vorstellen konnte, dass Menschen derartiges zu schaffen fähig sind, wie die Felskirchen von Lalibela. Abgelegen, auf 2600 Meter Höhe, begannen vor über 800 Jahren, unbekannte Handwerker, auf Geheiß eines christlichen Königs, mehrstöckige Kirchen in den roten Basaltlava zu meißeln. Die Fähigkeit solch monumentale Gebäude mit größter Präzision aus einem einzigen Felsblock zu formen, sind längst verloren gegangen. Überliefert sind nur die Legenden, die bis nach Europa von einem sagenhaften christlichen Reich am Horn von Afrika kündeten. Ein zweites Jerusalem verberge sich hinter den äthiopischen Bergen.
14.15-15.00 WDR
Die Tierärzte vom Kilimanjaro (3/3): Verliebt in Tansania
Samstag, 16. Januar
Ein Film von Werner Zeppenfeld
Sogar die Preußen besaßen einst eine Handelsfestung an der sagenhaften
"Goldküste", dem heutigen Ghana. Bis heute ist das schimmernde Metall das
wichtigste Exportprodukt des westafrikanischen Staats geblieben. Auch als
Kakao-Erzeuger ist Ghana Spitzenklasse - viele seiner Bauern profitieren
inzwischen vom "fairen Handel" mit Schokoladenproduzenten in Europa. Doch obwohl
Ghana sich auch politisch zur afrikanischen Vorzeige-Demokratie entwickelt hat,
gehört das Land immer noch zu den ärmsten Staaten der Welt. Darüber können auch
der farbenfrohe Alltag und die Musik nicht hinwegtäuschen. Der Film "Ghana -
Afrikas Goldküste" stellt das Leben und die Menschen in dem westafrikanischen
Staat vor.
Sonntag, 17. Januar
00.40-01.10 Arte
Kleider & Leute: Benin
Was erzählen die Kleider der Einwohner von Benin über ihr Land? In Benin ist ein Schurz nicht nur ein Röckchen, das man um die Taille wickelt, sondern es handelt sich um ein multifunktionales Stück Stoff, das zugleich Identitätsmerkmal ist. So hat jeder Schurz in Benin einen Namen, und der mit dem Namen Obama sorgt seit Amtsantritt des amerikanischen Präsidenten auf den Straßen der Hauptstadt Cotonou für Aufruhr. Auf offiziellen wie privaten Feiern oder bei Zeremonien tragen in Benin oft alle Gäste denselben Stoff. Die Kleidung fungiert also offensichtlich als Kommunikationsmittel und als Erkennungszeichen der Mitglieder einer Gruppe.
In Abomey, einer Stadt im Süden der Republik und Hauptstadt des ehemaligen Königreichs Dahomey, sieht man Bilder des Königs Behanzin mit seinen Kurtisanen, die Kleider mit den Symbolen ihres Königs und Gebieters - Ei und Hai - tragen. Und eine Mamissi, eine Voodoopriesterin, verkauft Gewänder, die zu Ehren einer Gottheit angelegt werden. Große Voodoozauberer tragen außerdem einen auffallenden Kopfschmuck. Und in den Diskotheken des Landes feiern zu Geld gekommene Jugendliche und ihre Freunde äußerst ausgelassen und geben mit ihren Markenkleidern internationaler Modelabels an.
14.30-15.15 Br-Alpha
60 Jahre Friedenspreis des Deutschen Buchhandels - 1951: Albert Schweitzer: Das Erbe des Urwalddoktors Albert Schweitzer
Montag, 18. Januar
15.30-16.00 MDR
Duftende Inseln des Mondes: Die Komoren: Hochzeit, Islam und Euro
Ein Film von Jochen Hütte
Zwischen Madagaskar und der afrikanischen Küste liegen die Komoren, die "Inseln
des Mondes", klein, traumhaft, aber unruhig. Ein Staatsstreich ist nichts
Ungewöhnliches im Alltag der islamischen Inselrepublik Komoren. Und nebenan eine
Insel, die stolz darauf ist, ein Teil Frankreichs zu sein: Mayotte, mit
Wohlstand und Euro, ein afrikanisches Hintertürchen nach Europa. Jochen Hütte
ist unterwegs auf dem tropisch duftenden Archipel. Der Geruch von Zimt, Nelken
und Ylang liegt in der Luft. Wir treffen den Bauern Fauhon Athoumani, den
Flüchtling Ibrahim Abdallah und das Brautpaar Jackie und Amed: Heiraten ist hier
der traditionelle Sommerspaß, am liebsten zur Zeit des Vollmondes.
Afrika-Korrespondent Jochen Hütte beobachtet auch riesige Meeresschildkröten und
ist auf der Suche nach dem Quastenflosser, einem Fisch aus grauer Vorzeit, der
das Symbol der Inselgruppe ist.
Dienstag, 19. Januar
07.30-08.00 SWR
Die Mais-Menschen. Die Gen-Tech-Eroberung der Dritten Welt
Genmanipulierter Mais hat längst die Forschungslabore verlassen: Im Jahr 2001 meldete der US-amerikanische Konzern DuPont beim Europäischen Patentamt in München Maissorten zum Patent an. Diese haben einen Fettgehalt, der angeblich in der Natur nicht vorkommt. Dass das Amt dem Konzern das Patent erteilte, löste weltweite Entrüstung aus und führte zu bemerkenswerten Koalitionen: Greenpeace, die katholische Organisation Misereor und die mexikanische Regierung erhoben gemeinsam Klage gegen die Patenterteilung.
Im Ursprungsgebiet der Mais-Pflanze, im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca, tauchte kurz darauf genmanipulierter Mais auf und verbreitete sich. Umweltgruppen, Bauern und Wissenschaftler in Mexiko schlugen Alarm, denn in Mexiko sind der Import und die Aussaat von genmanipuliertem Mais verboten. Die Gegner der Genmanipulation fürchten schwerwiegende Folgen: Wenn sich der genmanipulierte Mais mit den natürlichen Sorten kreuzt, gibt es eines Tages gar keinen natürlichen Mais mehr. Die Sendung berichtet über die Auseinandersetzung um das Patent, erforscht, wie der Gen-Mais nach Mexiko gekommen ist, und schildert die Reaktionen von Indios und Bauern darauf.
12.45-13.00 RBB
WissensZeit: Hühner für Afrika - Der globale Handel und die Folgen
Donnerstag, 21. Januar
03.55-04.25 3sat
Hilfe unter gutem Stern: Im Abseits von Südafrika
Ein Film von Gernot Lercher
Die ganze Welt blickt nach Südafrika, wo im Jahr 2010 die
Fußballweltmeisterschaft stattfindet. Doch ist Südafrika, wenn auch für den
europäischen Besucher auf den ersten Blick nicht ersichtlich, ein
Zuwanderungsland, in dem Rassismus und Ausländerfeindlichkeit der Alltag sind. "Africa
Unite", eines der Sternsinger-Hilfsprojekte der Dreikönigsaktion (DKA), dem
Hilfswerk der katholischen Jungschar Österreichs, versucht Flüchtlingen und
deren Familien aus anderen afrikanischen Ländern zu helfen, in Südafrika Fuß zu
fassen. In Durban nimmt sich die DKA der in Südafrika besonders stark
ausgeprägten Aids-Problematik an. In Betreuungseinrichtungen versucht man, das
Leid von HIV-Infizierten zu lindern.
Der Film "Hilfe unter gutem Stern" blickt hinter die strahlende Fassade Südafrikas und zeigt anhand der Hilfsprojekte der Dreikönigsaktion die Schattenseiten von Südafrika auf. Gernot Lercher besucht die Townships von Kapstadt und porträtiert Menschen, die durch die DKA Auswege aus ihrem Elend finden. Außerdem besucht Lercher die Zentrale der Dreikönigsaktion in Wien, von wo aus die 500 Hilfsprojekte der Dreikönigsaktion in der Dritten Welt koordiniert werden.
Freitag, 22. Januar
11.00-11.15 RBB
Schätze der Welt - Erbe der Menschheit: Fasil Ghebbi - Äthiopien. Zu Stein gewordenes Feldlager
Die Regenzeit zwang die äthiopischen Kaiser in der Vergangenheit dazu, Feldlager zu bauen. Den Rest des Jahres zogen sie, schwerbewaffnet, durch ihr Reich. Nur durch ihre stete Präsenz konnten sie ihre Herrschaft verteidigen. 1632 bestieg Kaiser Fasilidas den äthiopischen Thron. Die Sage erzählt, dass ihm am Tana-See ein Mann erschien, der ihm befahl, ein Schloss zu bauen. Ganz in der Tradition seiner Vorgänger, von denen jeder an einem neuen Ort ein Lager errichtet hatte, gehorchte Fasilidas und ließ einen Palast mit vier Ecktürmen und einer großen Repräsentationshalle bauen. Die Nachfolger Fasilidas, die Gondar-Kaiser, bauen die Stadt Fasil Ghebbi und den Palast weiter aus. Es ist eine Hochzeit der äthiopischen Geschichte, eine Zeit der politischen Geschlossenheit und eine Zeit des hoch entwickelten Handwerks.
21.45-22.30 Phoenix
Ägypten - letzte Tage im Paradies
Ein Film von Johannes Höflich, Jo Angerer,
WDR/2008
Deutsche Tauchtouristen haben ein neues Paradies entdeckt: die Korallenriffe im
Roten Meer. Vier Millionen Sporttaucher kommen inzwischen Jahr für Jahr dorthin,
der Großteil aus Deutschland. Die Küste wird zu einer Art neuem Mallorca. Dieser
Boom hat eine Kehrseite: Die Massen von Tauchern, darunter unzählige
Tauchrowdies, zerstören ein einzigartiges Unterwasserparadies.
22.30-23.00 Phoenix
Tunesien - scharfe Schoten und märchenhafte Moscheen34
Ein Film von Annekarin Lammers, HR/2009