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Besondere Ereignisse während meines Aufenthaltes in Burkina 2008/09

Götz Krieger

Mitte September 2008 kam ich nach ungefähr 3 Wochen Reise in Burkina Faso an, wohne seitdem in Yéguéresso, 15 km von Bobo-Dioulasso entfernt, in einem Lehrerhaus, das wir 2002 zusammen mit dem Collège gebaut haben. 

Eine meiner schwierigsten Fahrten

Am 6. Februar kamen gegen 15 Uhr ein Lehrer und der Surveillant vom Collège in Yéguéresso und teilten mir mit, dass ein Schüler an Malaria gestorben ist. Er fehlte wohl schon mehrere Tage, wurde aber nicht in die Krankenstation gebracht, da man hierzu kein Geld hatte (unter 1.500 FCFA - weniger als 2 €). Der Junge sollte noch am Nachmittag in Yéguéresso beerdigt werden, man wartete nur noch auf seine Eltern. Diese sprachen sich aber dafür aus, ihren Sohn in ihrem Dorf zu beerdigen. Hierzu wollten sie den Toten mit dem Moped in das 35 km entfernte Dorf transportieren. Der Dorfchef von Yéguéresso fragte mich, ob ich den toten Jungen nachhause transportieren würde. Ich sagte sofort zu. Der Leichnam wurde auf die hintere Ladefläche geladen, seine Mutter und weitere 3 Personen stiegen hinten auf, in der Kabine waren mit mir 5 Personen. Ein grüner Zweig wurde an der Front angebracht, ein Zeichen, dass ein Toter zur Beerdigung gefahren wird.  

Vorbei an Koro ging es über eine schlechte Piste. Die Insassen sprachen kein Wort und hörten sich während der gesamten Fahrt das Requiem von Mozart an. Unterwegs hielten Fahrzeuge an, in den Dörfern erhoben sich die Leute. In seinem Dorf angekommen, wurde der Leichnam im Elternhaus aufgebahrt. Klageweiber kamen und brachen in fürchterliches Geheul und Geschrei aus. Die Männer saßen schweigend vor dem Haus und nach einiger Zeit machten sich die ersten auf den Weg, um das Grab auszuheben. Gegen 19 Uhr waren sie endlich damit fertig, der Leichnam wurde abgeholt, von den Männern gewaschen und in der benachbarten katholischen Kirche aufgebahrt. Eine kurze Messe fand vor der Beerdigung statt. Am Grab sprach der Schulleiter Abschiedsworte und erwähnte, dass der verstorbene Junge zu den besten Schülern seiner Klasse gehörte. In diesem Jahr wäre er 14 Jahre geworden. Nach der Segnung wurde er in einem seitlichen Teil des Grabes beigesetzt. Der seitliche Teil wurde daraufhin mit Steinen verschlossen und dann das Grab zugeschüttet. Die Trauergemeinde fand sich danach im Hof der Eltern ein. Ein Sprecher dankte allen und erlaubte ihnen dann aufzubrechen.  

Während der Heimfahrt erzählte mir der mitgefahrene Lehrer, dass alte Männer mutmaßten, dass der Junge ein Opfer eines Seelenfressers oder einer Seelenfresserin sein könnte. Man kommt offensichtlich nicht auf den Gedanken, dass Malaria ohne Behandlung tödlich ist.

Was mich besonders berührte, war die Tatsache, dass ich für den Transport wesentlich mehr Geld als für eine Behandlung ausgegeben habe, dass ich an 4 bis 5 Tagen täglich mehr als 2x an seiner Hütte vorbeigefahren bin, aber ebenso wie die Schulleitung nichts von der Krankheit wusste. 

 

24. November 2009

Klimawandel in Afrika    Forscher befürchten Zunahme von Bürgerkriegen

Der Klimawandel könnte bewaffnete Konflikte in Afrika schüren. Laut einer Studie drohen Streitigkeiten um Wasser, Weideland und Ackerflächen massiv zuzunehmen. Wissenschaftler befürchten mehrere Hunderttausend zusätzliche Kriegsopfer.

Nairobi/Washington - Die globale Erwärmung trifft Afrika südlich der Sahara besonders hart. Forscher befürchten, dass sich dadurch die Zahl der Konflikte in der ohnehin schon krisengeschüttelten Region weiter erhöhen wird. In den vergangenen Jahren habe es in Perioden mit überdurchschnittlichen Temperaturen besonders viele kriegerische Auseinandersetzungen gegeben, berichtet ein Team um den Agrarökonomen Marshall Burke von der University of California in Berkeley im Fachmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences".

Die Gründe liegen nahe: In Zeiten von Dürre und Wasserknappheit sind Konflikte um Wasser, Weideland und Landwirtschaftsflächen wahrscheinlicher. Wenn die Forscher die besonders wichtige Rolle der Landwirtschaft im subsaharischen Afrika berücksichtigen, wird die Konfliktgefahr besonders brisant: Nach den Berechnungen könnte die Zahl bewaffneter Auseinandersetzungen wegen des zu erwartenden Temperaturanstiegs bis zum Jahr 2030 um rund 54 Prozent steigen. Dadurch drohten bis zu 393.000 zusätzliche Kriegstote. Diese Zahl ist zwar ein theoretischer Wert, doch er gibt immerhin einen Hinweis auf die Größenordnung des Problems......

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,663009,00.html

19. November 2009

Transparency International veröffentlicht den neuen Korruptionsindex

Transparency International, eine internationale Organisation, veröffentlichte am 17. November den neuen Korruptionsindex über 180 Staaten. An der Spitze stehen Neuseeland (9,4), Dänemark (9,3), Singapur (9,2), Schweden (9,2) Schweiz (9,0), während Deutschland mit 8,0 Punkten wie auch Irland auf Platz 8 steht. Die letzten Plätze werden von Irak (1,5), Sudan (1,5), Myanmar(), Afghanistan (1,3) und Somlia (1,1) eingenommen.

Burkin Faso nimmt wie Swasiland weltweit den 79. Platz ein. Im Vergleich zum Vorjahr konnte sich das Land um 0,1 Punkte verbessern. Im Verhältnis zu den afrikanischen Staaten südlich der Sahara steht das „Land der Aufrichtigen“ an 8. Stelle.

Weitere Informationen: www.welt.de/korruption

18. November 2009

Hungergipfel endet mit leeren Versprechungen

Aus Rom berichtet Petra Bornhoeft

Die Zahl der Hungernden soll bis 2015 halbiert werden, doch das Ziel wird immer unrealistischer: Der Welternährungsgipfel in Rom ist ohne feste Zusagen zu Ende gegangen. Simbabwes Diktator Mugabe nutzte das Treffen als Podium für Attacken gegen seine Kritiker - und seine Gattin ging shoppen.

Jaqüs Diouf war gut gerüstet für seinen spektakulären Auftritt. Der senegalesische Generalsekretär der Uno-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft ( FAO) trug einen Mantel über dem Schlafanzug, als er am Freitagabend voriger Woche in einem unbeheizten Raum in einen 24-stündigen Hungerstreik trat. Mit dieser Aktion wollte Diouf auf die mehr als eine Milliarde Menschen aufmerksam machen, die jeden Abend hungrig schlafen gehen. "Es gibt für alle Menschen genug Nahrungsmittel auf der Welt", sagte Diouf, "es ist eine Frage des politischen Willens, die Weltbevölkerung satt zu bekommen."

Dem mochte in den vergangenen drei Tagen kein Redner des Gipfels widersprechen. 180 Länder waren vertreten, fast die Hälfte durch ihre Staats- und Regierungschefs. Schon vor Beginn der Konferenz am Montag hatten alle Länder der Abschlusserklärung zugestimmt. Neue Verpflichtungen, konkret bezifferte Ziele enthält der Text nicht. Die Staatengemeinschaft bekennt sich zu dem Recht auf Nahrung, wonach jede Regierung der Versorgung ihrer Bevölkerung oberste Priorität einräumen muss. Doch dieses Bekenntnis ist nicht wirklich neu, auch der Appell, die Landwirtschaft des Südens zu fördern, ist keineswegs taufrisch. So stellt sich die Frage, ob diese Konferenz überhaupt notwendig war..............

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,661941,00.html

17. November 2009

Mehr als eine Milliarde Menschen hungert

Uno und Welthungerhilfe schlagen Alarm: Die Wirtschaftskrise hat nach Angaben der Ernährungsorganisation FAO verheerende Auswirkungen für die Armen in der Welt. Heute leidet mehr als eine Milliarde Menschen an Unterernährung - so viele wie seit fast 40 Jahren nicht.

Rom - Es sind dramatische Zahlen, die die Uno-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft FAO am Mittwoch in Rom in ihrem Welthungerbericht verkündete: Die Zahl der Hungerleidenden stieg 2009 als Folge der Krise auf 1,02 Milliarden an - den höchsten Wert seit 1970. Damit leidet heute statistisch jeder sechste Mensch auf der Welt unter Hunger und Unterernährung, insgesamt 100 Millionen Menschen mehr als 2008.

Hauptgrund für die Entwicklung ist demnach die Weltwirtschaftskrise. Die Auswirkungen der Krise auf den Welthunger seien "katastrophal", sagte Jacques Diouf, Generaldirektor der FAO, und forderte die Regierungen der Industrieländer auf, sich stärker im Kampf gegen den Hunger einzusetzen. "Was fehlt, ist der politische Wille, den Hunger für immer auszumerzen", kritisierte er. Dabei seien die technischen und ökonomischen Voraussetzungen durchaus gegeben. So wie die Mächtigen der Welt "schnell, gemeinsam und kraftvoll" auf die Weltwirtschaftskrise reagiert hätten, sei nun "derselbe starke Einsatz gefragt, um den Hunger zu bekämpfen".....

  http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,655055,00.html

 

31. Juli 2009

Neues Buch zur Entwicklungshilfe

Volker Seitz: Afrika wird armregiert oder Wie man Afrika wirklich helfen kann

 „Der Kolonialismus ist nicht die Ursache des Elends.“ – Dies ist die Überschrift eines Kapitels des Buches „Afrika wird armregiert“ von Volker Seitz. Er macht darin klar, dass die Auswirkungen des Kolonialismus auf die afrikanische Welt zweifellos traumatisch waren und dass sich die Europäer mit ihrer imperialen Besatzungs- und Ausbeutungs-Politik eines kollektiven Verbrechens schuldig gemacht haben. Dennoch ist der Kolonialismus nicht die Ursache für den desolaten Zustand Afrikas.

Der afrikanische Kontinent ist reich an Rohstoffen, verfügt über eine schiere unüberschaubare Menge an Ressourcen, eine vielseitige Kultur und über Menschen, die trotz allen Elends nie die Hoffnung verloren haben. In den ärmsten Ländern sind die Menschen oft am heitersten.

Volker Seitz war von 1965 bis 2008 in verschiedenen Funktionen für das Auswärtige Amt tätig. 17 Jahre lebte der deutsche Diplomat in Afrika. Er ist Afrika-Experte und kennt die Arbeit der internationalen Hilfsorganisationen in den Entwicklungsländern sehr genau.

Seiner Meinung nach werden hier oft Spendengelder vergeudet oder wandern durch unsichtbare Kanäle in die Taschen korrupter Machthaber. Afrika ist nicht nur unglaublich reich an Ressourcen, sondern leider auch reich an Korruption. Die von vielen Hilfsorganisationen gepriesene „Hilfe zur Selbsthilfe“ ist faktisch nicht umsetzbar, weil ein Großteil der Spenden und Gelder auf dem Weg zu den Empfängern verloren geht.

Die Entschuldung der Entwicklungsländer wäre für die meisten afrikanischen Staaten ein wichtiger Schritt aus der eigenen Unmündigkeit. Die Schuldenlast schränkt die Handlungsfähigkeit jener Staaten massiv ein. Sie geht Hand in Hand mit hohen Handelsschranken, die den Import afrikanischer Waren in die westlichen Industrieländer unnötig erschweren und auf ein Minimum beschränken.

Gleichzeitig wird jedoch der Export westlicher Industrie- und Konsumgüter auf den afrikanischen Kontinent subventioniert.

Ein bekanntes Beispiel ist die Entwicklungshilfe mit Milchpulver. Der von der EU subventionierte Exportartikel Milchpulver ist in Burkina Faso so billig zu haben, dass die einheimische Milchwirtschaft zusammen gebrochen ist. Die Milchbauern können ihre Produkte am eigenen Markt nicht mehr verkaufen und verlieren durch jene fehlgeleitete Entwicklungshilfe ihre einzige Existenzgrundlage.

Solche Beispiele sieht Volker Seitz als Indiz für eine falsch verstandene Entwicklungshilfe, die anstatt Eigeninitiative zu fördern und die einheimischen Bemühungen der Menschen zu unterstützen nur die einseitige Abhängigkeit Afrikas von den westlichen Industrienationen verstärkt.

Es gibt viel zu tun in Afrika, denn vieles läuft falsch. Wir kennen die Probleme aus den Nachrichten: Waffenexporte, gewaltsame Auseinandersetzungen und Bürgerkriege, mangelnde Hygiene und fehlende Infrastrukturen, katastrophale medizinische Versorgung, Korruption, Ausbeutung der Rohstoffe, Umweltverschmutzung, Müllexporte, Sklaverei und AIDS.

Der Westen will helfen, steht jedoch dem chaotischen System und der Unregierbarkeit des schwarzen Kontinents immer wieder hilflos gegenüber. Der deutsche Journalist und Gründer des Komitees Cap Anamur, Rupert Neudeck, fasst in seinem Vorwort die wichtigsten Punkte einer neuen Entwicklungs-Zusammenarbeit zwischen den westlichen Industrieländern und Afrika in wenigen Stichworten zusammen.

Zunächst müssen wir Menschen in den reichen Ländern der Erde bescheidener werden. Es gibt kein unendliches Wachstum. Spätestens seit der aktuellen, durch die Finanzkrise ausgelösten Weltwirtschaftskrise sollte uns das klar sein.

Dann muss die Korruption vor Ort von den afrikanischen Staaten selbst bekämpft und beseitigt werden. Es wird den Europäern nicht allein gelingen, hier Ordnung zu schaffen. Die Schaffung funktionaler Strukturen ist auch nicht deren Aufgabe, sondern eine Grundbedingung für die Gewährung von Entwicklungshilfe und Entwicklungs-Zusammenarbeit.

Die Unterstützung beim Aufbau eigener wirtschaftlicher Infrastrukturen und einer intakten Volkswirtschaft kann auch durch die breite Förderung der Vergabe von Mikro-Krediten erfolgen. Muhammad Yunus, der Gründer der Grameen-Bank, hat es in Indien mit großem Erfolg vorgemacht.

Der letzte, aber entscheidende Punkt ist der Ausbau des Bildungssektors auf allen Ebenen. Nur wenn es den afrikanischen Staaten dauerhaft gelingt, ein funktionierendes und attraktives Bildungssystem aufzubauen, werden der „brain drain“ und der Abzug der afrikanischen Spitzenkräfte in den Westen gestoppt werden können.

In einem solchen Maßnahmenkatalog haben auch die internationalen Hilfsorganisationen ihren Platz. Allerdings werden ihre Gelder dann vernünftig und zum breiten Auf- und Ausbau der Infrastrukturen eingesetzt werden können und nicht in falsche Hände gelangen.

Volker Seitz’ Buch gibt einen aktuellen Überblick über die Lage in Afrika. Erst wenn es gelingt, die strukturellen Voraussetzungen für den Aufbau funktionsfähiger afrikanischer Volkswirtschaften zu schaffen, wird sich mittelfristig auch das westliche Bild von Afrika ändern und der wirtschaftliche und kulturelle Reichtum des schwarzen Kontinents auch jene Würdigung erfahren, die er schon immer verdient hat.

 Autor: Volker Seitz
Titel: “Afrika wird armregiert – oder: Wie man Afrika wirklich helfen kann”
Taschenbuch: 220 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
ISBN: 3423247355
EAN: 978-3423247351

 http://www.kulturbuchtipps.de/archives/425

30. Juli 2009

Forscher impfen Patienten mit Mückenstichen    Kann man Malaria mit Malaria bekämpfen? Vermutlich ja, wie ein Experiment vermuten lässt. Freiwillige ließen sich ein Medikament verabreichen und zugleich von infizierten Mücken stechen. Danach waren sie immun gegen die Krankheit, die jedes Jahr Millionen tötet.

Etwa eine Million Menschen sterben jedes Jahr weltweit an Malaria, darunter viele Kinder vor allem in Afrika. Das tückische an der Erkrankung: Ihr Erreger Plasmodium falciparum entwickelt immer mehr Resistenzen gegen Medikamente, mit denen man früher den Erkrankten noch gut helfen konnte.

Im "New England Journal of Medicine" stellen holländische Forscher nun einen vielversprechenden Ansatz für eine mögliche Impfung vor. Robert Sauerwein von der Radboud Universität in Nijmegen und seine Kollegen bedienten sich bei ihrer Studie einer ganz besonderen Impfnadel: der Anopheles-Mücke......

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,639252,00.html

19. Juli 2009

Botschafter in Wien wegen Forderungen nach demokratischen Reformen gemaßregelt   Ouagadougou - In der westafrikanischen Republik Burkina Faso hat der seit 22 Jahren herrschende Staatschef Blaise Compaoré einen seiner engsten Gefolgsmänner, den stellvertretenden Chef der Regierungspartei "Kongress für Demokratie und Fortschritt" (CDP), Salif Diallo, ausschalten lassen, nachdem dieser politische Reformen und die Schaffung eines parlamentarischen Systems gefordert hatte. Diallos Mitgliedschaft in "sämtlichen Organen und Instanzen" der Mehrheitspartei sei ab sofort suspendiert, hieß es in einer am Samstag in der Hauptstadt Ouagadougou veröffentlichten Erklärung des Parlamentspräsidenten Roch Marc Christian Kaboré.

Der 52-jährige Diallo hatte sich in einem am 8. Juli veröffentlichen Interview für einen "institutionellen Neustart" durch Auflösung des Parlaments, Bildung einer Regierung der nationalen Einheit, Abhaltung allgemeiner Wahlen und Errichtung eines parlamentarischen Systems ausgesprochen, um eine "Paternalisierung" des Regimes zu vermeiden. Diallo ist seit Anfang des Jahres Botschafter in Wien, wo er sein Land auch bei den internationalen Organisationen vertritt und in fünf weiteren Ländern mitakkreditiert ist....

http://derstandard.at/fs/1246542482455/Burkina-Faso-Staatschef-Compaore-entmachtet-wichtigen-Gefolgsmann

 

11. Juli 2009

G8 stützen arme Länder trotz Wirtschaftskrise   Die Rezession grassiert, das Geld wird knapp: Dennoch halten die führenden Industrienationen an ihrer Hilfe für Entwicklungsländer fest. Kanzlerin Merkel warnte ausdrücklich vor einem Stopp der Zahlungen.

L'Aquila - Kein Kurswechsel trotz Krise: Die Industrieländer haben auf dem G-8-Gipfel nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) versprochen, die Entwicklungshilfe nicht zu kürzen. Es wäre ganz falsch, jetzt die Unterstützung zu stoppen oder sie zu reduzieren, sagte Merkel kurz vor Abschluss des Treffens in L'Aquila .

Die G8 würden auch zu ihren weiteren Verpflichtungen stehen. Die Gruppe aus den führenden sieben Industrienationen und Russland hatte 2005 versprochen, die jährlichen Mittel bis 2010 auf 50 Milliarden zu verdoppeln. Bundeskanzlerin Merkel hat bereits am Donnerstag vor Kürzungen angesichts der Wirtschaftslage gewarnt.  ......

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,635433,00.html

 

G8 startet 15-Milliarden-Plan gegen Hunger   Die G-8-Staaten planen eine Kehrtwende in der Entwicklungspolitik. Eine Initiative sieht vor, weniger Nahrungsmittel in Hungergebiete zu schicken und stattdessen die regionale Landwirtschaft zu unterstützen. Der Plan umfasst Investitionen von 15 Milliarden Dollar - doch Experten sind skeptisch.

L'Aquila - Mehr Hilfe zur Selbsthilfe: Zum Abschluss ihres Gipfels im italienischen L'Aquila stellen die führenden Industriestaaten und Russland (G8) am Freitag die Weichen der Entwicklungspolitik neu.

Statt Nahrungsmittel in Hungergebiete zu liefern und so lokale Märkte kaputtzumachen soll den Landwirten geholfen werden, die Produktion anzukurbeln. Die Initiative wird vor allem von den USA und Japan getragen. Hilfsorganisationen bemängeln allerdings die zu geringe finanzielle Ausstattung des Projekts (umgerechnet 10,78 Milliarden Euro). ...

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,635453,00.html

 

Yes we can - auch in Afrika   Begeisterter Empfang für Barack Obama in Ghana - doch der US-Präsident lässt sich nicht nur feiern. Er kritisiert die afrikanischen Regierungen, verurteilt Korruption und Misswirtschaft. Seine Botschaft: "Die Zukunft Afrikas liegt bei den Afrikanern."

Accra - Barack Obama hätte auch mühelos das nationale Fußballstadion füllen können. Doch nur geladene Gäste konnten den US-Präsidenten aus der Nähe sehen. Mit Trommelrhythmen und traditionellen Tänzen hatten die Ghanaer dem Besucher aus Washington bereits in der Nacht zum Samstag einen rauschenden Empfang bereitet.

Obamas Wahlkampfslogan "Yes, we can!", der in Afrika zum geflügelten Wort des Glaubens an die eigene Kraft und die Hoffnung für eine bessere Zukunft geworden ist, prangte auch von einem Banner in dem mit ghanaischen und US-Flaggen geschmückten Kongresszentrum in Accra, wo Obama vor den Abgeordneten des Parlaments sprach. ...

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,635658,00.html

20. Dezember 2008

"Grüne Mauer" soll Wüste aufhalten   Wenn der Regen ausbleibt, dann kommt die Wüste, langsam aber unaufhaltsam. In der afrikanischen Sahelzone sinkt der Grundwasserspiegel, Flüsse führen nur noch monateweise Wasser. Eine "Mauer" aus Bäumen soll sich jetzt gegen die Wüste stellen. ...

http://www.br-online.de/wissen/umwelt/durstiger-planet-DID1219246628792/wuesten-wasserkrise-baeume-ID122943237473.xml

11. November 2008

Hilfe für Bauern in Burkina Faso

Nachhaltige Landwirtschaftsförderung ist einer der Schwerpunkte der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit Burkina Faso. Zur Steigerung und Diversifizierung der landwirtschaftlichen Produktion unterstützt die Bundesregierung Burkina Faso beim Bau von Rückhaltebecken für effektivere Bewässerungssysteme sowie durch Beratung, den Aufbau von Mikrofinanzinstitutionen für die ländliche Bevölkerung und von Vermarktungsstrukturen. So sollen die burkinischen Kleinbauern die Versorgung der Familien sichern sowie zusätzliches Einkommen durch den Anbau von Produkten wie Sesam, Maniok und Cashew für die Vermarktung im In- und Ausland erzielen können. Insgesamt soll die landwirtschaftliche Exportstruktur verbreitert werden, um die Wirtschaft unabhängiger von schwankenden Weltmarktpreisen für das Hauptanbauprodukt Baumwolle zu machen.

Weitere Schwerpunkte der Zusammenarbeit sind Wasserver- und Abwasserentsorgung sowie Dezentralisierung / Kommunalentwicklung. Außerdem werden Familienplanung, die Bekämpfung weiblicher Genitalverstümmelung und die Bekämpfung von Kinderarbeit unterstützt. Die Nahrungsmittelkrise trifft besonders die ärmste Bevölkerung in Burkina Faso, ein Land in der Sahelzone, das zu den ärmsten Ländern der Welt gehört. Die Bundesregierung hat in den deutsch-burkinischen Regierungsverhandlungen, die gestern in Bonn zu Ende gegangen sind, insgesamt 75 Millionen Euro für den Zeitraum 2008 bis 2010 zugesagt.

http://www.bmz.de/de/presse/pm/2008/oktober/pm_20081023_101.html

Lauftag der Augustiner-Realschule für Burkina Faso erbrachte stolze Summe von 4750 Euro

Charly Simonis, Vorsitzender des Solidarkreises Westafrika, hatte gut Lachen: Schulleiter Peter Steffgen überreichte ihm am letzten Schultag vor den Herbstferien einen Scheck über 4750 € für Schulbauprojekte in Burkina Faso, einem der ärmsten Länder der Erde. „Mit eurer Spende können wir drei neue Klassen bauen. Damit erhalten mehr als 200 Mädchen und Jungen die Chance auf eine Schulbildung“, so Simonis in seiner Dankesrede an die Schülerinnen und Schüler der Augustiner-Realschule.

Zusammengekommen war die Summe bei einem Lauftag Mitte September. Im Vorfeld hatten die Schüler bei Eltern, Verwandten und Firmen Sponsoren gesucht, die für jeden gelaufenen Kilometer einen vorher vereinbarten Betrag „bezahlten“. Dies war für viele Läuferinnen und Läufer zugleich der Ansporn zu sportlichen Höchstleistungen. Herausragend dabei die Laufleistung des Siebtklässlers Thomas Michels, der in 90 Minuten 18 Kilometer zurücklegte. In der Klassenwertung siegte die 7b mit 261 gelaufenen Kilometern. Die größte Einzelspende mit 152 € sammelte Jana Heinrichs aus der 6c. Als spendabelste Klasse erwies sich die 5a, die 650 € an Spendengeldern „erlief“. Als Lohn für ihr Engagement dürfen sich beide Klassen nun über einen zusätzlichen Wandertag freuen.

Ein großes Dankesschön gebührt allen Einzelpersonen und Firmen, die diese Aktion unterstützt haben, sowie Frau Janßen-Lademann, der Organisatorin der Veranstaltung, und den Sportlehrern für die reibungslose Durchführung.

07. Juli 2008

Loogher Dorffest am 19. und 20. Juli

Seit 1984 findet in den geraden Jahren das Loogher Dorffest am zweitletzten Juliwochenende statt und der Erlös wird wie immer in die Dritte Welt gespendet. Der 100-Einwohner-Ort spendete bisher bereits fast 60.000 € und tritt mit einem vielseitigen Programm für Jung und alt auf. Neben der Gemütlichkeit, die die Dorfgemeinschaft vermittelt, verzaubert am Samstagabend "Bobby Balloning" mir seiner bunten Show, nette Mädels schminken Kinder und bis in den späten Abend gibt es Livemusik.

Am Sonntag folgt der traditionelle Flohmarkt, eine Afrikaausstellung und der Bazar mit Handarbeiten und eingemachten Spezialitäten. Dazu jede Menge Kinderspaß mit Ponyreiten, Schminken, Springburg und Bogenschießen, bei denen auch die Erwachsenen ihren Spaß finden. Am Nachmittag findet eine Verlosung statt, die den Atem verschlägt: eine Flugreise für 2 Personen nach Bulgarien im 4-Sterne Hotel mit Halbpension, ein Trip nach Norderney, eine Fahrt mit dem Heißluftballon mit Sart aif dem Dorffesr´t und wunderschöne Sachpreise sind zu gewinnen.

Auch in diesem Jahr geht der Erlös über den Solidaritätskreis Westafrika nach Burkina Faso, eines der ärmsten Länder der Welt.  Mehr

 

27. Juni 2008

Sonntag, 06. Juli 2008: „Radeln, Laufen, Action für Burkina Faso“

Am Sonntag, den 6.07.2008, wird der Hillesheimer Kulturzirkus im Bolsdorfer Tälchen ein Anziehungspunkt für aktive Sportler und andere Gäste, die Gutes tun wollen, denn der Erlös des ganzen Tages geht an den Solidaritätskreis Westafrika. Dieser Verein finanziert allein in diesem Jahr den Bau von 20 Grundschulen, 16 Realschulen und 36 Lehrerhäuser in Burkina Faso, einem der ärmsten Länder dieser Erde.  

Um 10.00 Uhr startet die geführte 100 km Rennrad- und die MTB Freeridetour. Um 10.30 Uhr beginnt die 60 km und um 11 Uhr die 30 km markierte Mountainbike-Tour. Um 11.30 Uhr startet alsdann der  Halbmarathon. 

Das besondere Highlight ist der 1. Hillesheimer Sommerbiathlon. Die Athleten können an der Laser-Schießanlage den großen Stars nacheifern und ihre (Straf)Runden per Bike oder laufend absolvieren. 

Melden Sie sich zum Sportprogramm und zum Biathlonrennen unter www.derteller-aktuell.de. an. Dort findet man detaillierte Informationen. 

Im Aktionpark können die kleinen Besucher auf einem riesigen Piratenschiff hüpfen oder an einem Fahrtechniktraining teilnehmen. Für gewagte Sprünge steht eine 8 m hohe High Jumping Anlage zur Verfügung und an einem 12 m hohen „Gebirge“ kann man seine Kletterkünste ausprobieren. 

Krönender Abschluss des Tellerfestes wird ab 18 Uhr die After-Sports-Party

Live-Musik sorgt für ausgelassene Stimmung und das alles in der einzigartigen Atmosphäre eines großen Zirkuszeltes. 

Das Startgeld besteht in einer Spende von 25,- € für den Solidaritätskreis (für Jugendliche geringer). Dafür gibt es das Sportprogramm, Essen, Getränke und viel Spaß. Besucher können gegen eine Spende an der Party teilnehmen.

6. Mai 2008

Bürokratie in Deutschland und in Burkina Faso

Am 8. April schickte der Vorsitzende des Solidaritätskreises Westafrika, Charly Simonis, einen Änderungsantrag an das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), um die Projekte in Burkina Faso zu erweitern - 6 Erweiterungen von Collèges und eine neue Grundschule. Am 26. April teilte er dem 2. Vorsitzenden, Götz Krieger, der für einen Monat in Burkina war, mit, dass das BMZ einen weiteren Zuschuss von 113.058 Euro für die beantragten Maßnahmen bewilligt hat und bat ihn, die Dörfer zu informieren, damit sie sofort Sand und Steine sammeln, um mit den Projekten beginnen zu können. Das BMZ, ebenso wie der Solidaritätskreis reagierten damit umgehend, um die Notlage in verschiedenen Dörfern zu lindern und damit neue Plätze für Schüler zu schaffen.

Ende Februar kam unser neues Fahrzeug, ein Toyota Hilux im Wert von 19.000 Euro, in Ouagadougou an und wurde dort beim Zoll geparkt. Unser Verein braucht für eigene Fahrzeuge keinen Zoll zu zahlen, das Verfahren zur Entzollung wurde aber von der Regierung neu geregelt: mehrere Minister müssen für diesen Vorgang ihre Unterschrift leisten. Der 2. Vorsitzende flog am 29. März für einen Monat nach Burkina Faso, um dort zukünftige Projekte zu besuchen und auch den "Animateur" einzuarbeiten, der mit dem neuen Fahrzeug die Dörfer besuchen soll. In den ersten 2 Wochen benutzte er das alte Fahrzeug des Vereins, das er aber wegen der notwendigen Kontrollen der im Bau befindlichen Projekte zurückgeben musste. In der 2. Hälfte lieh er sich einen Minibus aus, mit dem er aber keine schlechten Pisten mehr fahren konnte, viele Dörfer waren deshalb für ihn nicht mehr erreichbar. Bis heute ist das seit über 2 Monaten beim Zoll "geparkte" Fahrzeug noch nicht zur Anmeldung freigegeben!!!

 

30. April 2008

Aufstockung der Projekte

Das Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)  hat den Zuschuss für unsere Projekte von  707.00 Euro um 113.058 Euro auf nunmehr 820.058 Euro erhöht. Dadurch ist es uns möglich, dieses Jahr erstmals die Grenze von  1 Million Euro zu durchbrechen und insgesamt über 1,1 Millionen Euro in Burkina Faso zu investieren. Die Einzelheiten ersieht man aus dem unten angefügten neuen Finanzierungsplan. 

Mit diesem Geld können wir insgesamt 20 Grundschulen und 16 Collèges finanzieren und damit für über 6.000 Kinder neue Schulplätze schaffen. In Burkina Faso ist insbesondere für Einschulungen in Collèges ein aktueller Notstand aufgetreten. Man hat in den vergangenen Jahren zahlreiche neue Grundschulen eröffnet, aber den Neubau von Collèges (Klassen 7 bis 10) vollkommen vernachlässigt. Nun verlassen zahlreiche Kinder im Alter von 12 Jahren die Grundschulen und suchen dringend nach einer Weiterbildung. Durch die Großzügigkeit des BMZ ist es uns nun möglich, im Jahre 2008 den Bau von 16 Collèges zu finanzieren. In Burkina Faso sind die Preise für Eisen, Aluminium, Zement und Diesel dieses Jahr stark gestiegen und durch die Zuschusserhöhung können wir auch diese Preiserhöhung bezahlen. 

Wir werden in Oualdéguédé, Foura und Tampour keine Grundschulen und in Boni und Yondé keine Collèges bauen, da die Bevölkerung dieser Orte sich nicht engagiert hat und keine Steine und keinen Sand gesammelt hat. Es ist nicht einzusehen, dass die Schulen nur mit deutschen Spenden- und Steuergeldern errichtet werden und die einheimische Bevölkerung im Schatten unter den Bäumen sitzt. Durch das so eingesparte Geld erhalten andere arbeitswillige Dörfer noch dieses Jahr eine neue Schule finanziert. 

Unser 2. Allrad, mit dem unser „Animateur“ Aufklärungsarbeit in den von uns gebauten Schulen leisten soll, ist schon seit 2 Monaten in Burkina Faso. Er konnte den Zoll jedoch noch nicht passieren, da für die Zollfreiheit mehrere Minister unterschreiben müssen und diese Herren dafür noch keine Zeit hatten. Man braucht viel Geduld, wenn man von afrikanischen Behörden eine Erklärung haben will. 

Der Solidaritätskreis Westafrika dankt dem BMZ und allen Spendern, die uns so großzügig unterstützt haben. Wenn wir mehr Schulen bauen, brauchen wir jedoch auch mehr Spenden, denn wir müssen stets 25 % des Investitionsvolumens durch Spenden aufbringen. Wir vertrauen  darauf, dass uns dies auch im nächsten Jahr gelingt.  

Götz Krieger, unser 2. Vorsitzender, der sich 1 Monat in Burkina aufhielt und die Projektentwicklung kontrollierte, ist am Dienstag zurückgeflogen, aber im August wird er wieder mit seinem eigenen Allrad für mehrere Monate nach Burkina reisen, um eine reibungslose Abwicklung der zahlreichen Projekte zu gewährleisten. 

Wir planen natürlich schon die Projekte des nächsten Jahres. 56 Dörfer wollen von uns eine Grundschule und 21 Orte ein Collège finanziert bekommen. Da wir jedoch nur maximal 35 Projekte durchführen können, müssen wir eine verantwortungsvolle Auswahl treffen. Wir haben eine Prioritätenliste aufgestellt und bereits 23 Orte aufgefordert, Sand und Steine für die Projekte 2009 zu sammeln. 

Grundschule Sanga, 1 Lehrerhaus, Abort, Zaun, Küche, Bänke, Brunnen 

36.163 €

Grundschule Dandio, 1 Lehrerhaus, Abort, Zaun, Küche, Brunnen

36.163 €

Grundschule Séguénéga, 1 Lehrerhaus, Abort, Zaun, Küche, Bänke   

27.163 €

Grundschule Koankin, 1 Lehrerhaus, Abort, Zaun, Küche, Bänke

23.003 €       

Grundschule Rapadama, 1 Lehrerhaus, Abort, Zaun, Küche, Bänke

26.003 €        

Grundschule Bick-Baskouré, Abort, Zaun, Küche, Bänke

19.503 €

Grundschule Kokossin, 1 Lehrerhaus, Bänke

23.003 €           

Grundschule Kalembouly, 1 Lehrerhaus, Abort, Zaun, Küche, Bänke

26.003 €           

Grundschule Yayou, 1 Lehrerhaus, Abort, Zaun, Küche, Bänke

26.003 €           

Grundschule Hérédougou, 1 Lehrerhaus, Abort, Zaun, Bänke

24.013 €

Grundschule Ti, 1 Lehrerhaus, Abort, Zaun, Küche, Bänke

26.003 €           

Grundschule Kera , jetzt 3 Klassen, Abort, Zaun, Küche, Bänke

20.338 €        

Grundschule Sala, 1 Lehrerhaus, Abort, Küche, Bänke

26.003 €

Grundschule Lanfiéra, 1 Lehrerhaus, Abort, Zaun, Küche, Bänke,

26.003 €

Grundschule Bena, 1 Lehrerhaus, Abort, Zaun, Küche, Bänke

26.003 €           

Grundschule Nianwéré, 1 Lehrerhaus, Abort, Zaun, Küche, Bänke

26.003 €           

Grundschule Banzon (2 Klassen)

  7.735 €

Grundschule Kokouna, 1 Lehrerhaus, Abort, Zaun, Bänke

25.013 €           

Grundschule Kagnabougou, 1 Lehrerhaus, Abort, Zaun, Küche, Bänke

26.003 €

Grundschule Léguéma, Abort, Zaun, Küche, Bänke

20.338 €

Hauptschule Sikiré, Verwaltungstrakt, 3 Lehrerhäuser, Abort, Zaun, Küche, Bänke, Brunnen

68.955 €

Hauptschule Soubeira-Natenga, Verwaltungstrakt, 3 Lehrerhäuser, Abort, Zaun, Küche, Bänke

57.240 €

Hauptschulerweiterung Pobe-Mengao, Bänke

25.305 €

Hauptschulerweiterung Kirsi, 1 Lehrerhaus, Abort, Bänke

31.350 €

Hauptschule Nedogo, Verwaltungstrakt, 3 Lehrerhäuser, Abort, Zaun, Küche, Bänke

57.240 €

Hauptschulerweiterung Orodara, Bänke

24.240 €

Hauptschulerweiterung statt Yondé nun Faramana, Bänke

25.305 €

Hauptschulerweiterung Garango/Tangaré, Bänke

24.240 €

Hauptschulerweiterung um 3 Klassen in Gogo, Bänke

18.595 €

Hauptschulerweiterung in Banzon, Bänke

24.240 €

Hauptschulerweiterung Loukoura, Bänke 

25.305 €

Hauptschulerweiterung Mangodara, Bänke

25.305 €

Hauptschulerweiterung Koloko, Bänke

25.305 €

Hauptschulerweiterung Loumana, Bänke

25.305 €

Hauptschulerweiterung Solenzo, Bänke

25.305 €

Hauptschulerweiterung Tiéfora, Bänke

25.305 €

Restliche Bänke für 4 Hauptschulen

11.760 €           

neuer Allrad, Beamer, DVD-Player, Stromerzeuger, Leinwand, Lautsprecher               

23.000 €

Investitionssumme:

1.039.762 €

Personal: Gehalt Auslagenersatz des Koordinators, der Bauingenieurin, des Animateurs und der Chauffeure                              

11.595 € 

Projektausgaben (Soll)

1.051.357 € 

 

8. März 2008

Stromausfälle in Ouagadougou    Seit einigen Tagen ist es schwierig, in der Hauptstadt und auch im Rest des Landes anzurufen - es konnten keine Verbindungen aufgebaut werden. Grund für dieses Problem ist der häufige Stromausfall in der Hauptstadt. In der Stromzentrale ist ein Teil defekt, das für 2.500 € in Deutschland besorgt werden muss, aber administrative und bürokratische Hürden behindern erfolgreich den schnellen Import!!! Die Verbraucher sparen dadurch bei der Stromrechnung und auch wegen nicht geführten Telephonaten an Gebühren, eine ideale Maßnahme der burkinischen Bürokratie gegen die ständig steigenden Preise, gegen die in letzter Zeit in verschiedenen Städten sehr heftig demonstriert wurde.

5. März 2008

Impfstoff gegen Malaria in Sicht  

Zürich - Ein Schweizer Forscherteam hat zeigen können, dass Erwachsene eine spezifische Immunantwort auf die spezifischen Zuckermoleküle des Malariaerregers entwickeln. Damit sei ein wichtiger Schritt Richtung Impfung auf Zuckerbasis gemacht, so die Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich in "Nature Chemical Biology".
Der Malariaerreger Plasmodium falciparum trägt auf seiner Oberfläche verschiedene Zuckermoleküle. Das Team von Professor Peter Seeberger entwickelte nun eine neue Methode, mit der gezeigt werden kann, dass diese Moleküle eine spezifische Immunantwort in Erwachsenen auslösen. Eine Erkrankung ist zwar trotz der Antikörper möglich, aber weniger gefährlich. Das Immunsystem erkennt die Zuckermoleküle des Erregers als Fremdkörper und blockt ihre toxische Wirkung. Bei Europäern, die nicht in Risikogebieten leben, fehlen entsprechende Antikörper. Sobald europäische Probanden aber mit Malaria infiziert werden, nimmt die Anzahl der Antikörper stark zu.
Dank der neuartigen Methode können die Wissenschaftler jetzt gezielt jene Zuckermoleküle herstellen, die das Immunsystem erkennen muss. Die damit gewonnenen Erkenntnisse zur natürlichen Resistenz sind sehr wichtig, um einen Malariaimpfstoff auf Zuckerbasis zu entwickeln. Dies könnte laut ETH insbesondere Kindern in Malariagebieten zugute kommen. Die Millionen Malariaopfer sind hauptsächlich Kleinkinder unter fünf Jahren, weil nur Erwachsene Antikörper gegen die Zuckermoleküle des Malariaerregers bilden. Die Schweizer Zuckerforscher sind führend auf ihrem Gebiet.

http://www.welt.de/welt_print/article1749847/Impfstoff_gegen_Malaria_in_Sicht.html

27. Februar 2008

Bush will Gelder für Familienplanung drastisch kürzen    Um knapp 30 Prozent sollen die Ausgaben für internationale Familienplanungsprogramme im Haushaltsjahr 2009 sinken.

Vor wenigen Wochen erst hat der US-Kongress langwierige Diskussionen darüber abgeschlossen, wie die US-amerikanischen Hilfsgelder im Jahr 2008 verwendet werden sollen – nun steht die nächste Debatte ins Haus. In seinem Budget für das Haushaltsjahr 2009 sieht der scheidende US-Präsident George W. Bush nur noch 327 Millionen US-Dollar für Programme zur Familienplanung und reproduktiven Gesundheit in Entwicklungsländern vor. Das entspricht einer Kürzung der Ausgaben um 134 Millionen US-Dollar und damit um 29 Prozent im Vergleich zum laufenden Haushaltsjahr.

Höchst bedenkliche Entwicklung

Analysen der US-amerikanischen Nichtregierungsorganisation Population Action International (PAI) zeigen, dass die Förderung von Familienplanung in Entwicklungsländern durch die USA schon seit 1995 kontinuierlich abnimmt. Bereits um 100 Millionen Euro wurden die Ausgaben seither gekürzt. Diese Entwicklungen sind höchst bedenklich, so PAI. Denn im gleichen Zeitraum ist die Zahl der Frauen im reproduktiven Alter in den armen Ländern um insgesamt 275 Millionen gewachsen.

"Wir fordern den Kongress auf, diese dramatische Mittelkürzung strikt zurückzuweisen", erklärt Amy Coen, Präsidentin von PAI. "Die Ausgaben für Schwangerschaftsfürsorge und Familienplanung müssen vielmehr steigen, damit Frauen in Entwicklungsländern selbst entscheiden können, wie viele Kinder sie haben möchten. Nur so können sie gesunde Familien gründen."

Ausgaben für Aids-Programme wachsen stetig

Für US-Präsident Bush hingegen steht der Kampf gegen Aids im Mittelpunkt. Auf seiner Reise durch verschiedene afrikanische Länder in der vergangenen Woche erhielt Bush viel Beifall für seinen President’s Emergency Plan for AIDS Relief (PEPFAR). Der Fonds, den Bush 2004 ins Leben gerufen hatte, fördert Aids-Programme in 15 ausgewählten Ländern in Asien, Afrika und Lateinamerika. Ende Januar diesen Jahres hatte Bush den US-Kongress gebeten, die Mittel für den Fonds für die kommenden fünf Jahre auf 30 Milliarden US-Dollar aufzustocken.

"Dieses Engagement des Präsidenten ist durchaus willkommen", erklärt PAI in einem jüngst veröffentlichten Papier. Doch während die Ausgaben für Aids-Programme in den durch PEPFAR geförderten Ländern allein in den vergangenen zwei Jahren um 225 Prozent gestiegen sind, fielen die Gelder für Familienplanung im gleichen Zeitraum um elf Prozent, in Äthiopien sogar um 24 Prozent. Dabei weisen selbst enge Berater der Regierung Bush darauf hin, dass der Kampf gegen Aids nur dann effektiv geführt werden kann, wenn verstärkt in Familienplanung und reproduktive Gesundheit investiert wird.

Abstinenz-Richtlinie erneut in der Diskussion

Im US-Kongress, der nun auch über die Aufstockung der PEPFAR-Mittel entscheiden muss, steht derzeit erneut die so genannte abstinence-only-Richtlinie des Fonds zur Debatte. Sie sieht vor, dass ein Drittel der PEPFAR-Gelder in Projekte fließt, die voreheliche Abstinenz zum Schutz vor einer HIV-Infektion postulieren. Die Demokraten wollen diese Richtlinie außer Kraft setzen, denn mehrere Studien haben gezeigt, dass sich die meisten Frauen bei ihren Ehemännern mit dem Virus infizieren.

Quelle: PAI, 4. Februar 2008 sowie das PAI-Papier: "U.S. HIV/AIDS and Family Planning/Reproductive Health Assistance: A Growing Disparity Within PEPFAR Countries", Januar 2008.

Eine Zusammenfassung des PAI-Papiers können Sie unter http://www.populationaction.org/Issues/U.S._Policies/FPRH/Summary.shtml herunterladen.

 

26. Februar 2008

Unsere Projekte   Anselm Sanou teilte uns diese Woche mit, dass von den bisher 17 angefangenen Projekten Bena, Lanfiera , Sala und Kalembouly fast beendet sind. Es fehlt dort nur noch der abschließende Farbverputz. In den nächsten Tagen werden 4 weitere Baustellen begonnen, nämlich Banzon (CEG), Tangaré (CEG), Kokossin und Séguénéga, da dort von der Bevölkerung genug Material gesammelt wurde. Es bleibt zu hoffen, dass auch die übrigen Dörfer diesen positiven Beispielen nachziehen.

 

21. Februar 2008

Gewalttätige Demonstrationen   Am 20. Februar fanden in den Morgenstunden in Bobo-Dioulasso, der zweitgrößten Stadt Burkinas heftige Demonstrationen statt. Händler protestierten gegen die ständig steigenden Preise – Grundnahrungsmittel, Seife, Öl, Treibstoff und auch ihre Gewerbescheine, die jetzt 3-mal so teuer sind. Auf dem Marsch zum Rathaus stellte sich den Demonstranten die kasernierte Bereitschaftspolizei (CRS) entgegen, die  mit Wurfgeschossen angegriffen wurde und zur Entlastung die Gendarmerie herbeirief. Die Polizeieinheiten versuchten die Menschenmenge mit Tränengas auseinander zutreiben.

Auf den Hauptverkehrsstraßen wurden Barrikaden errichtet und Reifen angezündet. Die Demonstranten griffen weitere öffentliche Gebäude an und setzten sie zum Teil in Brand.

 In anderen burkinischen Städten (Ouahigouya und Djibo) fanden ebenfalls Demonstrationen statt, aber friedlicher als in Bobo.

 Laut privater Auskunft soll die Demonstration in Bobo am morgigen Freitag fortgesetzt werden.

 Weitere Informationen in französischer Sprache:

20. Februar 2008

Mitgliederversammlung   Am 15. Februar fand die diesjährige Mitgliederversammlung statt. Der Vorsitzende, Charly Simonis, erläuterte anhand der ausgehändigten Unterlagen die im Jahre 2007 durchgeführten Entwicklungshilfeprojekte. Es wurden rund 770.000 Euro in Burkina Faso investiert. Damit wurden 18 Grundschulen, 6 Collèges (Realschulen), 3 Verwaltungsgebäude und 31 Lehrerhäuser gebaut sowie 3 Brunnen gebohrt. Insgesamt wurden 78 Klassen neu gebaut. Da durchschnittlich 75 Kinder in einer Klasse sind, wurden, wenn alle Klassen belegt sind, für rund 5.800 Kinder neue Schulplätze geschaffen – eine enorme Zahl. Jeder neue Schulplatz kostete somit nur ca. 130 Euro. Außerdem wurden 18.862 Euro für das Mädcheninternat Foyer Sainte Monique in Banfora und 4.000 Euro für das Waisenheim AMPO ausgegeben. Die gesamte Projektüberwachung incl. des Gehaltes unseres Repräsentanten und der Aufwendungen für unseren Allrad kostete lediglich 12.116 Euro.
Unsere Verwaltungskosten in Deutschland betrugen im Jahre 2007    4.342,95 Euro, also ca. 0,6 % unserer Investitionskosten in Burkina Faso. Davon entfallen 2.421,50 Euro auf den Kauf von Briefmarken – ca. 800 Euro für Briefe nach Burkina - ,1249,50 Euro auf den Druck des Jahresberichtes , 640,95 Euro für die Produktion des Kalenders und 30,90 Euro auf Bankgebühren.

Wir haben auf unserer Rundreise im Oktober 2007 festgestellt, dass die von uns finanzierten Collèges (Realschulen) vollkommen überfüllt sind. Die Eingangsklassen haben fast alle über 100 Schüler und oft gibt es mehrere Parallelklassen, um dem Andrang gerecht zu werden. Man hat in Burkina Faso in den letzten Jahren zahlreiche Grundschulen gebaut, aber den Bau der weiterführenden Collèges vernachlässigt. Da oft mehrere Eingangsklassen gleichzeitig eingeschult wurden, sind die von uns gebauten 4 Klassen bereits voll belegt, sodass weitere Einschulungen im Oktober 2008 nicht mehr möglich wären. Deshalb haben wir Umplanungen vorgenommen. Wir haben die Bohrung von 4 Tiefbrunnen wieder gestrichen, da man nachträglich leicht noch Bohrungen vornehmen kann. Auch der Bau von 2 geplanten Grundschulen wurde gestrichen und wir wollen für das so eingesparte Geld weitere Klassenräume für Collèges bauen, damit auch im Jahre 2008 weitere Kinder eingeschult werden können und kein Jahr verlieren. Das BMZ hat diese Umplanung bereits am 23.01.2008 genehmigt. Daher werden wir im Jahre 2008   21 Grundschulen, 11 Collèges, 4 Verwaltungsgebäude und 29 Lehrerhäuser bauen. Zurzeit wurden schon über 300.000 Euro nach Burkina überwiesen und 14 Grundschulen und 5 Collèges sind schon im Bau.

Nach den Berichten des 2. Vorsitzenden, Götz Krieger, über seinen einjährigen Aufenthalt in Burkina Faso und des Kassenprüfers, der dem Vorstand eine einwandfreie Kassenführung bestätigte, entlasteten die Vereinsmitglieder einstimmig den Vorstand.

11. Februar 2008

Unsere Projekte

Unser Repräsentant teilte uns mit, dass mittlerweile 14 Grundschulen und 3 Collèges begonnen wurden, wobei schon einige Projekte recht weit fortgeschritten sind. In den nächsten Tagen werden weitere Baustellen in verschiedenen Dörfern angefangen. Wenn die Bevölkerung aktiv mitarbeitet, werden die Grundschule und Collèges in wenigen Monaten beendet sein.

"Warum nennen Sie sich ,Weiße Väter'?", will Meikes Klassenkamerad Gabriel Goeden wissen. "Das kommt von unserem weißen Ordenskleid", erklärt Pater Walter. Die zweite Bezeichnung der Ordensleute sei "Afrika-Missionare", sagt er, "weil wir ausschließlich in Afrika wirken, und zwar in 22 Ländern."

Er berichtet von den wirtschaftlichen, medizinischen und hygienischen Problemen dort. Er erzählt, dass die Kinder in Afrika traurig sind, wenn sie nicht zur Schule gehen dürfen. Über Aids, Cholera und Malaria kommt er auf Augenkrankheiten zu sprechen. In der Hauptstadt des Landes Burkina Faso hätten die Weißen Väter eine Augenklinik eingerichtet. "Und dorthin bringen wir die Brillen, die ihr gesammelt habt", erklärt er der Schülergruppe, zu der neben Meike Hörz und Gabriel Goeden noch Clara Engeln, Tobias Küpper, Lukas Reimer, Dominik Schmitz, Matthias Steffens, Maximilian Trenn und Elena Zimmer gehören.

Kontakt: Pater Otto Walter, Dietrichstraße 30, 54290 Trier, Telefon 0651/975330, Fax: 0651/9753350, E-Mail: afrikamissionare-trier@t-online.de

http://www.volksfreund.de/totallokal/bitburg/aktuell/art752,1514398

28. September 2007

Zusage des BMZ

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung teilte uns heute mit, dass wir ab dem 01. 11. 2007 mit unseren Eigenmitteln und auf eigenes Risiko mit den beantragten Projekten beginnen dürfen. Bis zur endgültigen Zusage werden wir deshalb zunächst in den Dörfern, die das gesamte Material gesammelt haben, mit dem Bau der Schulklassen beginnen.

Geplant und beantragt sind der Bau von 24 Grundschulen, 7 Collèges mit 4 Verwaltungsgebäuden, 28 Wohnhäuser für Lehrer und 4 Tiefbrunnen. Zu diesen Baumaßnahmen kommt noch der Kauf eines neuen Allradfahrzeugs, da das erste schon über 160.000 km auf zum Teil schlimmsten Pisten zurückgelegt hat und wir darüber hinaus einen Animateur in die verschiedenen Dörfer schicken wollen, um die Bevölkerung und die Schüler zu sensibilisieren. Um ihm seine Arbeit zu erleichtern, werden wir ebenfalls einen Beamer, einen DVD-Player, eine Leinwand und ein Stromaggregat anschaffen.

03. September 2007

"Ouaga Saga" in Hillesheim in der Eifel-Film-Bühne

Alle zwei Jahre findet in Ouagadougou das Fespaco, das wichtigste Filmfestival Schwarzafrikas statt. "Ouaga Saga" ist eine hinreißende Liebeserklärung an die Haupstadt Burkina Fasos, ihren Rhythmus, ihre Menschen - und an das Kino.

Die roten Straßen Ouagadougous, der Hauptstadt von Burkina Faso, sind von lebendigem Treiben erfüllt: Frauen mit riesigen Früchtekörben und mit Hühnern beladen Männer auf Mopeds kurven durch die Stadt, und an einem CD-Stand tanzen und flirten einige Jugendliche: die Protagonisten des Films. Ihre Zukunftsperspektiven sind nicht rosig, doch jeder hat seinen Traum: von einer Fußballkarriere, vom Film oder der Musik. Meistens aber lungert die Clique in den Straßen herum. Der Diebstahl eines Motorrads soll helfen, einige Wünsche zu erfüllen. Doch ein missgünstiger Nachbar schwärzt die Jungen bei der Polizei an. Einer von ihnen kann zwar mit dem restlichen Geld entkommen, bleibt aber dann lange verschwunden. Misstrauisch warten seine Freunde... Eines Tages kehrt der Retter des Geldes zurück - zur Freude aller hat es sich wunderbar vermehrt.

Stets schwebt eine geheimnisvolle, magische Stimmung über allem, und doch verweist Regisseur Dani Kouaté auf die Realität: Mit Witz und ironie macht er auf gesellschaftliche Eigenarten aufmerksam, wenn etwa der Féticheur seine staunenden Kunden abzockt, sein Allwissen jedoch übers Handy bezieht. Auf den Machismo wird ebenso angespielt, wie auf leichte Verführbarkeit der Männer, die sich die praktisch veranlagten Frauen hemmungslos zunutze machen, wenn es darauf ankommt.

Vorführungen in der Eifel-Film-Bühne in Hillesheim am

Freitag, 28. 09. 2007 21.30 Uhr

Samstag, 29. 09. 2007 18.30 Uhr

Sonntag, 30. 09. 2007 18.00 Uhr

 

04. August 2007

„Tellerfest“ zu Gunsten des Solidaritätskreises Westafrika  Im westafrikanischen Staat Burkina Faso, das zu den ärmsten Ländern der Erde zählt, sind 80% der Bevölkerung Analphabeten und nur 40% der Kinder können wegen fehlender Schulen eingeschult werden. Da eine Entwicklung ohne Schulbildung nicht möglich ist, finanziert der Solidaritätskreis Westafrika mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung dort den Bau von Grund- und Realschulen. Allein in diesem Jahr baut der Hillesheimer Verein 17 Grundschulen, 7 Realschulen sowie 26 Lehrerhäuser und bohrt 4 Tiefbrunnen zur besseren Wasserversorgung der Bevölkerung.  

Im Rahmen des Rad- und Familientages der Urlaubsregion Hillesheim veranstaltet am Sonntag, den 12. August,  der „Teller“ zum zehnten Mal sein Sport-Event zu Gunsten des Solidaritätskreises Westafrika. Ab 11:00 wird der See im Bolsdorfer Tälchen zum Treffpunkt für begeisterte Sportler. Jeder kommt dabei auf seine Kosten, denn das interessante und vielseitige Programm garantiert Spaß für jeden: Familien-Radeln, Easy-Mountainbiking (30 km), Profi-Mountainbiking (60 km) oder 100 km Rennradtour.  

Ab 14 Uhr sollten Halbmarathon, Spinning und  „Body-Fit“ness-Kurse und MTB-Fahrtechnik-Kurse das Interesse vieler Sportfreunde wecken. Krönender Abschluss wird ab 18 Uhr die After-Sports-Party mit Eifeler Gaumenfreuden, Trinken nach Lust & Laune und Live-Musik mit der Partyband „Uncle Fred“.  

Im Startgeld (Kinder bis 11 Jahre frei, 12 bis 14 Jahre 10 €, 15 bis 18 Jahre 15 €, Erwachsene 20 €) sind alle Sportprogramme, die Verpflegung an den Strecken-Stationen, Essen, Getränke, Musik und natürlich viel Spaß enthalten. Auch andere Gäste sind am Abend herzlich willkommen und können gegen Entrichtung einer Spende mitfeiern. Dank der Mithilfe vieler Sponsoren kann auch in diesem Jahr wieder das gesamte Startgeld dem Solidaritätskreis Westafrika zur Verfügung gestellt werden.  

Im letzen Jahr konnten mehr als 5000,- € für den guten Zweck erzielt und dem Verein überreicht werden – was nach Erhalt von Zuschüssen des Bundesministeriums eine Hilfe vor Ort in Höhe von 20.000,- € und damit den Bau von 4 Schulklassen ermöglichte.

27. Juni 2006

Großspenden zeigen in Afrika bislang kaum Wirkung    New York - Afrika ist mit Abstand der ärmste der fünf Kontinente. 46 Prozent der Menschen leben nach Angaben der Vereinten Nationen von weniger als einem Dollar pro Tag. Dutzende amerikanische Stiftungen engagieren sich in Afrika, darunter Ford, AT&T, Merck, Texaco und Coca-Cola. Sie spenden sowohl für die wirtschaftliche Entwicklung als auch für die Gesundheitsvorsorge. Trotz aller Zuwendungen hat sich an der Armut auf dem Kontinent innerhalb der letzten zehn Jahre allerdings laut Uno kaum etwas geändert.

Aus eigener Kraft kann sich der Kontinent nicht aus seiner desolaten Lage befreien. Schuld daran ist auch die fortschreitende Verbreitung von Krankheiten und Seuchen. Allein Malaria kostet Afrika laut Schätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) pro Jahr zwölf Mrd. Dollar an Wachstum. An der Infektion sterben dort pro Jahr fast eine Million Menschen. Default Banner

Die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung hat 168 Mio. Dollar an das Malariaforschungszentrum von Mosambik gezahlt, um die Entwicklung neuer Impfstoffe zu fördern. Gemessen am Bedarf ist aber auch diese Spende eher nur ein Tropfen auf den heißen Stein: Um die Verbreitung der Seuche einzudämmen, wären laut Schätzung der WHO zwei Mrd. Dollar nötig.

Eine noch größere Bürde ist das Aids-Virus. Regierungsorganisationen und Stiftungen geben jährlich acht Mrd. Dollar aus, um die Verbreitung in Afrika aufzuhalten. Die größte Organisation ist der Global Fund to Fight Aids, der 2002 von den G-8-Staaten gegründet wurde und unter anderem Geld von der Gates-Stiftung erhält.

Die Ergebnisse sind aber ernüchternd: 60 Prozent aller Infizierten leben in Afrika, die Zahl der Ansteckungen wächst weiter rasant. Kritiker erklären die Erfolglosigkeit auch mit der Herangehensweise des Gates-Fonds: Bisher verteilte er seine Mittel nach dem Gießkannenprinzip. Um dies zu ändern, hat er nun professionelle Berater engagiert.
Die Welt 27. 06. 2006

20. Juni 2006

"Sozialer Tag" an über 680 Schulen    Mainz - Erstmals findet am Donnerstag an deutschen Schulen ein bundesweiter "Sozialer Tag" statt. Bislang hätten mehr als 680 Schulen ihre Teilnahme an der Aktion gemeldet, teilte das Bundesbüro der Aktion in Mainz mit. Die Schüler werden an diesem Tag einer bezahlten Beschäftigung nachgehen, Schulfeste, Solidaritätsmärsche oder Flohmärkte organisieren, um mit dem erwirtschafteten Geld Jugend- und Bildungsprojekte in Afrika, Asien, Lateinamerika und Südosteuropa zu unterstützen. Der "Soziale Tag 2006" steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler, der Vertreter der Initiative in dieser Woche empfangen will. Laut Bundesbüro wurde ein "Sozialer Tag" erstmals 1998 in Norddeutschland in Neumünster durchgeführt.
Die Welt 20. 06. 2006

11. Mai 2006

Neuer Film: Moolaadé

Aufstand der Mehrfachweiber

In "Moolaadé" kämpfen Frauen gegen ihre Beschneidung

"Die einen gebären, die anderen töten", ruft eine trauernde Mutter den Beschneiderinnen zu, die rotgewandet durch das senegalesische Dorf schreiten. Es ist ein Satz wie von Brecht, an dessen kristallklarer Dialektik sich der heute 83 Jahre alte Meister des afrikanischen Kinos, Ousmane Sembène, in den Sechzigern an der Moskauer Filmhochschule geübt hat. Sembène ist parteiisch. Daß das Ritual der Beschneidung barbarisch ist, setzt er voraus. Vielmehr geht er in "Moolaadé" der Frage nach, wie eine Gesellschaft funktioniert, in der dieser schmerzvolle und oft tödliche Eingriff kulturell verankert und dermaßen akzeptiert ist, daß liebende Mütter ihre sechs Jahre alten Mädchen den Messern ausliefern, obwohl sie diesen Schmerz mitsamt den Folgen am eigenen Leib erfahren haben.
Gleich in der Eröffnungssequenz fährt die Kamera entlang der Wege, Mauern und Plätze, die die Lehmhütten verbinden. Es ist der Versuch, ein kompliziertes Beziehungsgeflecht in seinem Symbolgehalt sichtbar zu machen wie die Kreidestriche Lars von Triers. Denn diese Gesellschaft, deren Grundlage nicht die Zivilisation des Rechts ist, sondern die Archaik der Macht, funktioniert über Symbole. Eines davon, das Moolaadé, das Flüchtenden Schutz gewährt, nutzt die mutige Collé und nimmt vier Mädchen auf, die vor dem Ritual fliehen. Die Verfolger, Mütter, Beschneiderinnen, Dorfälteste, fügen sich zunächst dem alten Brauch. Doch das Machtgefüge im Dorf droht zu kippen. Die Frauen, als Mehrfachweiber sonst meist in Konkurrenz, rücken zusammen, denn Collé bleibt trotz martialischer Bestrafung standhaft.
Es ist wohl überflüssig zu sagen, daß Frauen, die zugenäht sind, weder Lust empfinden, noch komplikationslos gebären können. Oder muß es in einem Land, in dem "ethnophile Intellektuelle" Manifeste gegen Frauenrechtlerinnen wie Necla Kelek oder Ayan Hirsi Ali verfassen, die gegen die Unterdrückung der Frauen anschreiben, noch einmal gesagt werden, daß der Kampf gegen die Beschneidung nichts mit kultureller Bevormundung zu tun hat? Wird man auch Sembène vorwerfen, sein Film sei nicht empirisch? Doch Unrecht kann man nicht empirisch messen, ebenso wenig wie die Kunst dieses großen Films.
von Antje Schmelcher     Die Welt 11. 05. 2006

 

14. April 2006

Neuer Film: Alle Kinder dieser Welt   

Vergessen und verdrängt

Acht renommierte Regisseure drehen sieben Episoden über deprimierende Schicksale: "Alle Kinder dieser Welt"

von Peter Zander

Kindheit ist ein spätes Gut, eine Erfindung erst des aufkommenden Bürgertums, das sie sich als isolierten, idyllischen Raum schuf, mit Spielzeug, Kindermöbeln, Märchensammlungen. Ein spätes - und ein rares Gut. An vielen Orten dieser Welt sind die Kinder heute wieder das, was sie schon auf den Gemälden Alter Meister waren: kleine, zu kurz geratene Erwachsene, aber schon mit Greisengesichtern. Vielleicht war Kindheit immer nur eine Utopie westlicher Aufklärung. Das ist zumindest der Eindruck, den man gewinnt bei "Alle Kinder dieser Welt", einer Ansammlung von sieben Episodenfilmen aus fast allen Winkeln dieser Welt.
Schon die erste von ihnen ein Schock: In "Tanza" ziehen sieben Jungs durch den afrikanischen Busch. Streifen durch malerische Weiden, vor flirrendem Sonnenuntergang. Und doch ist dies keine Idylle. Denn sie tragen scharfe Waffen, von denen man keinen Augenblick hoffen kann, dass es nur Spielzeug wäre. Tanza ist einer von zahllosen Kindersoldaten. Führt einen Krieg gegen die Erwachsenen. Und stößt am Ende auf sein eigenes Dorf, wo er sofort zwei alte Verstecke findet: mit einer Steinschleuder und Perlen, letzte Relikte seiner Kindheit.
Gespielt wird nie in diesen Episoden. Nicht in Bosnien, wo ein eben entlassener Roma-Junge sich mit einem spektakulären Mistgabel-Stabhochsprung zurück in die Besserungsanstalt katapultiert: einzige Zuflucht vor seinem Vater, der ihn zum Diebstahl zwingt. Nicht in Sao Paulo, wo ein Junge und ein Mädchen für ein paar magere Scheine den Schrott von der Straße sammeln. Nicht in Brooklyn, wo ein Schulmädchen gemobbt wird, weil sie, wie ihre drogensüchtigen Eltern, HIV-positiv ist. Nicht in Peking, wo ein Wohlstands-Einzelkind mit Legionen von Puppen allein gelassen wird, während ein Bettlerkind, einst auf der Straße ausgesetzt, Essensreste aus Mülltonnen fischt.
Es ist ein typisches Phänomen derartiger Kompilationen, dass einige Titel stärker wirken als die anderen. Interessant ist allemal, wie sich die Handschriften der renommierten Regisseure selbst in so kurzen Werken verraten. Mehdi Charef, der seine Afrika-Episode mit vielsagenden Bildern und Blicken, aber kargen Dialogen erzählt. Emir Kusturica, der wie gewohnt seine überdrehte Geschichte mit Gypsie-Musik und Slapstick-Komik überfrachtet. Spike Lee, der einmal mehr die Mißstände der unterdrückten afro-amerikanischen Minderheit anprangert. Und John Woo, der einmal nicht die Ambivalenz zweier Männer, dafür die Parallelgeschichten zweier Mädchen inszeniert - und die Diskrepanz zwischen einer Ersten und Dritten Welt im selben Land. Die überzeugendsten Beiträge stammen indes von der noch kaum bekannten Brasilianerin Katía Lund, Ko-Regisseurin bei "City of God", und des Italieners Stefano Veneruso: wohl, weil sie vom Alter her dem Thema noch am nächsten sind. Ridley Scott setzte das Thema auch konzeptionell um, indem er sich die Regie mit seiner Tochter, Jordan Scott, teilte. Ihr Titel fällt indes deutlich heraus: erzählt sie doch, kunstfertig verbrämt, von einem traumatisierten Kriegsreporter, der sich in seine Kindheit zurücksehnt. Das entspricht noch am ehesten dieser humanistischen Vision einer unbeschwerten Kindheit. Alle anderen Episoden wissen davon nichts. Es gibt keine Unschuld. Es gibt auch keine Eltern. Und wenn doch, sind sie das Problem.
Verlorene Kindheit, verdrängte Schicksale, deprimierende Zustände am Rande der Gesellschaft: Das ist nicht der Film, mit dem man sich die Ostertage versüßen mag. Gerade deshalb ist dieser Kinostart so sinnig gewählt. "Alle Kinder dieser Welt" liefert auch etwas diffizilere Argumente in der derzeitigen Frage, warum die Deutschen so "kindervergessen" (Bischof Huber) sind und immer weniger Kinder in die Welt setzen möchten. Vor allem aber sieht man den Film heute anders als noch vor einem halben Jahr, bei seiner Premiere auf dem Filmfestival in Venedig. Spätestens die Debatte um die Berliner Rütli-Schule zeigt, dass das Thema nicht mehr so weit weg ist, wie man es gern wähnte.
"All The Invisible Children", so der Originaltitel, ist von Unicef und dem UN-Welternährungsprogramm entwickelt worden. Das klingt nach Aufklärung, nach Pädagogik. Doch selbst wenn hie und da die Absicht stärker scheint als die Umsetzung, verliert sich keiner der Beiträge, die die Regisseure mit kleinstem Budget gedreht haben, in platter Agitation. Ein bißchen Hoffnung schimmert gleichwohl am Ende einer jeden Episode auf, allem Elend zum Trotz.
Die Welt 13.04.2006

11. April 2006

London verdoppelt Hilfe für Afrika    Großbritannien hat eine Verdoppelung seiner Entwicklungshilfe für die Schulbildung in Ländern Afrikas und Asiens angekündigt. Dafür werde das Königreich innerhalb der kommenden zehn Jahre zusätzlich 8,5 Milliarden Pfund, umgerechnet etwa 12,3 Milliarden Euro, aufbringen, berichtete der Sender BBC. Großbritannien wolle damit helfen, ein von den Vereinten Nationen sowie vom G8-Gipfel im vergangenen Jahr gestelltes Entwicklungsziel zu verwirklichen. Danach soll bis 2015 jedes Kind in Afrika wenigstens eine Grundschule besuchen können.
Die Welt 11. 04. 2006

05. April 2006

Projekte 2006    Im Februar hielten sich Mitglieder des Vereins Focus aus Viernheim in Burkina auf, besuchten in Fara auch ein Waisenkinder-Projekt, das sie unterstützen. Dabei erfuhren sie, dass der Solidaritätskreis in Fara eine Grundschule baut, besuchten die Baustelle und schickten uns jetzt einige Bilder. Mittlerweile dürfte das Gebäude mit den drei Klassen fast beendet sein.

Vogelgrippe    Vor einigen Wochen schreckte die Meldung über ein Massensterben von Hühnern in Bazoulé, 25 km westlich von Ouagadougou, auf. In den Städten wurde kein Geflügel mehr gekauft und der Fischpreis stieg rasch an. Für das Dorf Bazoulé, das wir im letzten Jahr besuchten, da es eine Grundschule beantragt hat, wurde jetzt Entwarnung gegeben. 10 km östlich von Ouagadougou wurde aber die Vogelgrippe in einem Campingplatz mit integriertem Kleinzoo festgestellt.

21. März 2006

Schmutziges Wasser tötet Tausende Kinder    Verschmutztes wasser tötet nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks UNICEF täglich 4.500 Kinder. Rund 400 Millionen Mädchen und Jungen weltweit litten unter Wassermangel und unzureichender Hygiene, teilte die Hilfsorganisation in Köln zum Abschluss des internationalen Weltwasserforums in Mexiko mit. Die Organisation rief dazu auf, massif in die Wasserversorgung der ärmsten Menschen in den Entwicklungsländern zu investieren. Am schlechtesten sei die Lage im südlichen Afrika, wo 43 % der Bevölkerung ohne sauberes Trinkwasser auskommen müssten.
Die Welt 21. 03. 2006

16. März 2006

Projekte 2006    Mit Ausnahme von Sonsogona sind mittlerweile alle Schulen im Bau. In Padéma, Tiarako, Dogoma, Siby und Fara wurden die Dächer schon auf dem Klassentrakten montiert und die Maurer verputzen die Gebäude, in den nächsten Tagen werden die Wohnhäuser und bei den Collèges auch die Verwaltungsgebäude angefangen.

12. März 2006

Mitgliederversammlung    In der Mitgliederversammlung am 10. März berichtete Charly Simonis ausführlich über die Tätigkeit  und die finanzielle Situation des Vereins, die Dank der treuen Spender eine Ausweitung der Projekte ermöglicht. So können über die vom BMZ unterstützten Vorhaben zusätzlich ein Brunnen in Tien und eine Wasserleitung in Banzon finanziert werden. Die Mitglieder entlasteten einstimmig den Vorstand. Bei der Wahl wurden Charly Simonis zum 1. Vorsitzenden und Götz Krieger zum 2. Vorsitzenden wiedergewählt. Wie bisher ist Christoph Bröhl auch weiterhin Kassenprüfer des Vereins. In der anschließenden  Informationsveranstaltung, die sehr gut besucht war, wurden  eindrucksvolle Bilder von der letzten Reise gezeigt und auch schon die vom 7. bis 21. Oktober geplante Reiseroute vorgestellt.

15. Februar 2006

Jahreshauptversammlung    Am 10. März um 18:30 Uhr findet  die diesjährige Jahreshauptversammlung des Vereins im Pfarrheim in Hillesheim statt. Auf der Tagesordnung stehen die Rechenschaftsberichte des Vorstands, der Bericht des Kassenprüfers und nach der Entlastung des Vorstands die Neuwahlen. Im Anschluss an diese Mitgliederversammlung lädt der Solidaritätskreis Westafrika die Öffentlichkeit ein, um über die Aktivitäten des Vereins und die letzte Reise nach Burkina Faso zu berichten. 

Projekte 2006    Anselm Sanou teilte uns mit, dass die Bauarbeiten in folgenden Orten begonnen haben: Niamadougou, Fara, Dogoma, Soumorodougou, Kibé, Tiarako, Loukoura, Siby,  Baskouré, Yéguéresso,  Bittou, Garango und Padéma. In den übrigen Orten werden die Arbeiten in den nächsten Tagen in Angriff genommen.

08. Februar 2006

Projekte 2006    Ende letzter Woche teilte uns das BMZ mit, dass dem von uns gestellten Änderungsantrag zugestimmt wird, wobei der bisher bewilligte Betrag nicht überschritten werden darf.  Damit werden jetzt folgende Projekte begonnen:
 1.  Grundschule, 1 Lehrerhaus und Brunnen in Niamodougou bei Bobo
 2.  Grundschule, 1 Lehrerhaus in Sonsogona bei Bobo
 3.  katholische Grundschule in Fara
 4.  Grundschule und Brunnen in Dogoma bei Padéma
 5.  Grundschule in Soumorodougou bei Koundougou
 6.  Grundschule, 1 Lehrerhaus in Kibé bei Fo
 7.  Grundschulerweiterung um 3 Klassen in Tiarako bei Satiri
 8.  Grundschulerweiterung um 3 Klassen in Bozo, Grenze Ghana
 9.  Hauptschule, Verwaltungsgebäude, 3 Lehrerhäuser in Yargatenga
10. Hauptschule, Verwaltungsgebäude, 3 Lehrerhäuser in Pensa
11. Hauptschule, Verwaltung, 3 Lehrerhäuser, Brunnen in Loukoura
12. Hauptschule, Verwaltung, 3 Lehrerhäuser, Brunnen in Di,Maligrenze
13. Hauptschule, Verwaltung, 2 Lehrerhäuser, Brunnen in Siby
14. Hauptschulerweiterung um 4 Klassen in Baskouré
15. Hauptschulerweiterung um 4 Klassen in Yéguérésso
16. Hauptschulerweiterung um 4 Klassen mit Abort und Zaun in Bittou
17. Hauptschulerweiterung um 4 Klassen mit Abort etc. in Garango
18. Hauptschulerweiterung um 4 Klassen mit Abort etc. in Padéma
19. Brunnenbohrungen in Banakoro und Koulidio, Schulbauten aus 2005
Zusätzlich zu diesen geförderten Projekten finanzieren wir einen weiteren Brunnen in Tien und eine Wasserleitung in Banzon.
Anselm Sanou hat mittlerweile alle Dörfer aufgesucht, gesehen, dass die Bevölkerung genug Material für den Bau gesammelt hat und auch schon die ersten Aufträge erteilt.

07. Februar 2006

Telefonverbindung nach Burkina    Seit Wochen war Burkina Faso von der Außenwelt abgeschlossen, erst nach langen Versuchen konnten telefonische Verbindungen mit zum Teil sehr schlechter Qualität hergestellt werden. Die staatliche ONATEL gab hierfür der französischen Gesellschaft France Télécom die Schuld. Heute veröffentlichte ONATEL ein Pressekommunique, wonach die tariflichen Verhandlungen zwischen den beiden Gesellschaften erfolgreich abgeschlossen wurden und die bisherigen Verbindungen wieder hergestellt werden sollen.  Hoffentlich werden die vereinbarten Tarife von beiden Seiten respektiert und eingehalten!!

09. Januar 2006

Projekte 2006    Unser Repräsentant, Anselm Sanou, fuhr zum letzten Wochenende in den Westen Burkinas, um dort das gesammelte Material zu überprüfen. Insgesamt besuchte er 8 der 18 Projekte (Niamadougou, Sonsogona, Soumorodougou, Kibé, Tiarako, Loukoura, Yéguéresso und Padéma). In all diesen Dörfern hat die Bevölkerung das notwendige Material gesammelt, sodass sofort mit dem Bau begonnen werden kann. In der  letzten Woche verschickten wir unseren französischen „Lettre circulaire“, in dem wir unter anderem auf die Missstände in Yéguéresso hinwiesen: defekter Zaun und keine neugepflanzten Bäume. Anselm teilte uns mit, dass die Bevölkerung und die Schüler noch vor der letzten Regenzeit viele Bäume gepflanzt haben und der Zaun repariert ist, für uns eine erfreuliche Nachricht.

07. Januar 2005

Neue Regierung    Der wiederernannte Ministerpräsident, Paramanga Ernest Yonli, stellte seine neue Regierung vor, die aus 33 Mitgliedern besteht. 10 Minister der vorherigen Regierung wurden abgelöst: Moumouni Fabré, Mahamoudou Ouédraogo, Laya Sawadogo, Justin Thiombiano, Mariam Lamizana, Ludovic Tou, Youma Zerbo, Arsène Armand Hien, Patrice Nikiéma, Daniel Ouédraogo. 13 Mitglieder, darunter auch der Generalsekretär, wurden neu ernannt: Clément Sawadogo, Gilbert Ouédraogo, Joseph Paré, Aline Koala, Jérôme Bougouma, Joachim Tankoano, Pascaline Tamini,Justin Koutaba, Sékou Bâ, Hyppolite Ouédraogo, Amadou Diemdoda Dicko, Bonoudaba Dabiré, Soungalo Ouattara.

Kabinett: http://www.lefaso.net/article.php3?id_article=11747

06. Januar 2006

Bildung einer neue Regierung    Vor 2 Tagen entließ der wiedergewählte burkinische Präsident, Blaise Compoaré, seine bisherige Regierung, ernannte am folgenden Tag Paramanga Ernest Yonli wieder zum neuen Ministerpräsidenten und beauftragte ihn mit der Bildung der neuen Regierung.

02. Januar 2006

WTO - Konferenz    Seit Ende 2001 ist klar: Eine "Entwicklungsrunde" sollten die laufenden Verhandlungen der Welthandelsorganisation (WTO) werden. Eine Runde, die nicht nur den Industrieländern nützt, sondern auch den Entwicklungsländern bessere Marktchancen und Teilhabe am Welthandel eröffnet. So war es bei der WTO-Ministerkonferenz von Doha 2001 beschlossen worden. Ein erster Anlauf vor zwei Jahren scheiterte. Und klar war seither: Sollte es auch in Hongkong, im Dezember 2005, keine positiven Signale geben, wäre die WTO als multilaterale Institution, die auf glaubwürdige Weise allen dient, schwer beschädigt gewesen.
"Die Ergebnisse von Hongkong sind ein Schritt zu gerechteren Handelsbeziehungen und einer gerechteren Gestaltung der Globalisierung, der weitere Schritte folgen müssen", fasste Entwicklungsministerin Wieczorek-Zeul den Ertrag der Hongkonger Konferenz zusammen. So wurde namentlich beschlossen, die Agrarexportsubventionen der Industrieländer, die den Bauern in den Entwicklungsländern schwer zu schaffen machen, bis zum Jahr 2013 vollständig abzubauen. Zwar hatte das BMZ auf eine schnellere Regelung gedrungen. Dass es jetzt ein festes Zeitziel gibt, ist dennoch ein Fortschritt.
Das in Hongkong beschlossene "Entwicklungspaket" beinhaltet außerdem, dass die ärmsten Entwicklungsländer ab 2008 einen weitgehend zoll- und quotenfreien Zugang zu den Märkten der Industrie- und Schwellenländer erhalten. Erleichtert ist fortan auch der Zugang zu kostengünstigen Medikamenten; Entwicklungsländer dürfen Nachahmerpräparate - etwa zur Behandlung von Aids-Kranken - künftig herstellen und exportieren.
Nicht zustande kam in Hongkong eine Vereinbarung zum vollständigen Auslaufen der Baumwollsubventionen innerhalb der Industrieländer. Zwar hat die EU - auf eine Initiative des BMZ hin - bereits einen Teil seiner Subventionen abgebaut. Insbesondere die USA subventionieren aber weiterhin 25 000 Großfarmer mit Milliardenbeträgen - während in den afrikanischen Ländern Benin, Burkina Faso, Mali und Tschad 15 Millionen Menschen vom Verkauf ihrer Baumwolle auf den Weltmärkten abhängig sind. "Ein skandalöser Missstand, der beendet werden muss", so Ministerin Wieczorek-Zeul.
Die Beschlüsse von Hongkong sind ein Anfang. Nach einer Studie der Weltbank können die Entwicklungsländer auf Einkommensgewinne von 200 Milliarden Dollar hoffen, wenn der Welthandel für sie fair gestaltet wird. Das wäre zweieinhalb Mal so viel, wie die internationale Gebergemeinschaft derzeit an Entwicklungsgeldern ausgibt - 78 Milliarden. Jetzt gilt es, weiter darauf hinzuwirken, dass die von den Industrieländern gewünschte Liberalisierung des Welthandels zu einem echten Vorteil auch für die Entwicklungsländer wird.

http://www.bmz.de/de/presse/aktuelleMeldungen/20051213_WTO/index.html

 

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