Reiseeindrücke von meinem Afrika-Aufenthalt in Burkina-Faso – Birgit Huber

Vom Verein Solidaritätskreis Westafrika findet einmal jährlich im Frühjahr in Hillesheim ein Treffen statt, wo von der letzten Reise nach Burkina Faso berichtet wird. Diesen Termin habe ich immer gerne wahrgenommen. Mit großem Interesse verfolgte ich die Projekte, die vom Verein realisiert wurden.
1994 war ich selbst dort. Zu zweit – nämlich mit Charly Simonis – hatte ich meinen ersten 14-tägigen Aufenthalt dort. Es war - von den Eindrücken her – überwältigend. Nach dieser Reise war ich sehr viel aufmerksamer gegenüber „farbigen Mitmenschen“, die es in Deutschland oft nicht einfach haben.
Durch die lebhaften Berichte bei den Jahrestreffen wurde meine Neugierde immer größer, was sich wohl seit 1994 alles verändert hat. Nun, beim Treffen im Frühjahr 2007 entschloss ich mich kurzerhand, noch einmal mitzufahren.
Erst später wurde mir klar, dass es für mich die falsche Jahreszeit war. Es ist nämlich im Oktober sehr heiß, es ist Sommer dort. Aber es gab kein Zurück mehr. Ich hatte schon alle Impfungen erledigt.
Am 6.10.2007 fuhren wir mit 2 Autos nach Luxemburg und flogen über Paris nach Ouagadougou. Der Flug ist an sich gar nicht so lang, aber wenn man aus dem Flugzeug steigt, liegt vor einem eine absolut andere Welt.
Während der 14-tägigen Reise wurde jeweils 1 Tag von einem Mitreisenden dokumentiert und kommentiert. So entsteht ein „lebendiges Reisetagebuch“. Auch ich sollte einen Tagesbericht schreiben, aber schon nach dem 1. Tag wurde mir jedoch klar, dass mir die Hitze sehr zu schaffen machte und ich mit mir genug zu tun hatte.
Eine wichtige Erfahrung war der Umgang der Teilnehmer untereinander. Es ging sehr kameradschaftlich zu, alle waren echt nett und hilfsbereit. Glücklicherweise war das Zelten überhaupt kein Problem. Meine Angst, dass ich vielen Schlangen und Skorpionen begegnen würde, bewahrheitete sich nicht.
Kurz zusammengefasst, kann ich sagen, dass mich diese Reise bereichert hat, dass mich die fröhlichen Menschen, trotz ihrer oft schwierigen Lebensumstände, fasziniert haben. Die Gastfreundschaft war einfach sehr gut. Mir ist aufgefallen, dass die Afrikaner in Westafrika sehr schön sind. Hätte ich eine bessere Kamera gehabt und mehr Muße, wären viele Portraits entstanden. So jedoch habe ich die Bilder im Kopf – wie auch alle Erlebnisse.
Sehr gefreut hat mich, dass der Verein inzwischen viel Positives bewegt hat und ich hoffe, dass auch in Zukunft noch viele Projekte umgesetzt werden können.